Mit Würzburg zu Gast im Audi-Dome

Ex-Coach Bauermann fordert die Bayern: „Kein Spiel wie jedes andere ...“

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Würzburgs Trainer Dirk Bauermann mit Ex-Bayer Robin Benzing: Emotionale Rückkehr nach München.

Im tz-Interview spricht Ex-Bayern-Trainer und Würzburg-Coach Dirk Bauermann über den BBL-Traumstart, seine Rückkehr in den Audi Dome und die Chancen gegen die Bayern.

Kaum sind die FCB-Baskets zurück aus Istanbul (86:69), wartet schon die nächste Herausforderung. Am Freitagabend treffen die Münchner um 19.30 Uhr auf Würzburg. Jenes Team, das am ersten Spieltag zum Meisterschreck wurde und Bamberg mit 76:73 schlug. An der Spitze der Würzburger steht ein alter Bekannter. Ex-FCB-Coach Dirk Bauermann trainiert seit Mitte der vergangenen Spielzeit die Franken. Im tz-Interview spricht er über den BBL-Traumstart, seine Rückkehr in den Audi Dome und die Chancen gegen die Bayern.

Herr Bauermann, im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit sind Sie nun von Anfang an dabei, konnten einen Kader nach Ihren Vorstellungen gestalten. Was war Ihnen dabei wichtig?

Dirk Bauermann: In erster Linie Charakter, Spielintelligenz und Verteidigungsbereitschaft. Jeder Trainer hat seine Vorstellungen, was die Zusammenstellung einer Mannschaft angeht. Auch die finanziellen Rahmenbedingungen spielen dabei natürlich eine Rolle. Bei der Gestaltung des Kaders war mir wichtig, dass es sich am Ende um eine Mannschaft handelt, die als Team auftritt und füreinander spielt. Das funktioniert am besten, wenn es keine zwei Lager gibt – beispielsweise ein deutsches und ein amerikanisches. Besser ist es, wenn es sich um eine heterogene Gruppe handelt. Und die haben wir meiner Meinung nach, auch dank der Verpflichtungen der beiden litauischen Spieler Vytenis Lipkevicius und Osvaldas Olisevicius.

Sie haben einen Traumstart hingelegt und alle bisherigen drei Spiele gewonnen, angefangen von dem Duell gegen Meister Bamberg. Spätestens seit diesem Tag gilt Ihre Mannschaft als Überraschungsteam.

Bauermann: Es ist noch zu früh, um solche Titel zu verleihen. Ein vernünftiges erstes Bild kann man sich erst nach dem siebten oder achten Spieltag machen. Wir haben von Anfang an das Erreichen der Playoffs als Ziel formuliert – und daran werden wir arbeiten. Eines ist aber schon jetzt klar: Die ersten Spieltage haben gezeigt, wie schwer es sein kann, gerade die Auswärtsspiele zu gewinnen.

Ihnen steht am Freitag gegen Bayern eine besonders schwere Aufgabe bevor. Wie schätzen Sie die Münchner derzeit ein?

Bauermann: Die Bayern haben sehr klug verpflichtet. Für mich haben sie den deutlich stärksten Kader der Liga. Was unser Spiel angeht: Mir ist es wichtig, dass wir auf uns selbst schauen. Wir müssen stabil sein und spielen, damit wir uns gut verkaufen können. Es ist für uns ein wichtiges Duell, um zu sehen, inwieweit wir auch mit den Großen mithalten können.

Für Sie ist es seit dem Ende Ihrer Trainerzeit in München (2012, d. Red.) die erste Rückkehr als Coach in den Audi Dome. Ein besonderes Spiel?

Bauermann: Es ist sicher kein Spiel wie jedes andere. Wenn man als Coach vor solchen Spielen etwas anderes sagt, ist das nicht ganz aufrichtig. Ich komme nach fünf Jahren zum ersten Mal als Trainer zurück in den Audi Dome, an dessen Entstehung ich ja in gewisser Weise auch mitgewirkt habe. Es lohnt sich aber nicht, über die Vergangenheit zu sprechen, und es ist auch nicht notwendig. Aber natürlich spielt eine Mischung aus Gefühlen eine Rolle und ich freue mich darauf, wieder mal in München zu sein.

Interview: Lena Meyer

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