Erfolgstrainer Bauermann im Interview

"Uns erwartet eine spannende Saison!"

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Dirk Bauermann (l.) mit Svetislav Pesic

München - Er ist einer der großen Wegbereiter des FC Bayern Basketball. Dirk Bauermann stellte als Bayern-Coach von 2010 bis 2012 die Weichen für den heutigen Erfolg. Derzeit ist der Erfolgstrainer als TV-Experte bei Übertragungen der Basketball-Bundesliga zu sehen und hören. Das Interview:

Er ist einer der großen Wegbereiter des FC Bayern Basketball. Dirk Bauermann stellte als Bayern-Coach von 2010 bis 2012 die Weichen für den heutigen Erfolg. Danach folgten Trainerstationen in Litauen und Polen. Derzeit ist der Erfolgstrainer als TV-Experte bei Übertragungen der Basketball-Bundesliga zu sehen und hören.

Am Sonntag geht es für die Bayern-Basketballer übrigens genau da weiter. Das Team von Svetislav Pesic trifft um 17 Uhr daheim auf Göttingen. Vorher stand allerdings das erste Euroleague-Spiel an.

Wie Dirk Bauermann die Roten Riesen in dieser Saison einschätzt? Die tz sprach mit dem 56-Jährigen.

Herr Bauermann, Sie kommentieren seit Beginn der neuen Bundesligasaison als Experte ein Spiel pro Woche für die Telekom. Wie kam es dazu?

Bauermann: Die Verantwortlichen kamen auf mich zu und fragten, ob ich Lust hätte, diese Aufgabe zu übernehmen. Und das habe ich. Seitdem kommentiere ich das jeweilige Top-Spiel der Woche. Ich denke, es ist eine sehr positive Entwicklung für den deutschen Basketball, dass mit dem Einstieg der Telekom alle Spiele übertragen werden. An diesem Projekt bin ich gerne beteiligt.

Schließt die Aufgabe ein Engagement als Trainer in dieser Saison aus?

Bauermann: Dass ich diese Aufgabe angenommen habe, bedeutet nicht, dass ich es ausschließe, in dieser Spielzeit als Trainer zu arbeiten. Sollte im Laufe der Saison ein Angebot kommen, dass mich interessiert, hätte dies natürlich Priorität.

Wie schätzen Sie die kommende Saison ein?

Bauermann: Ich denke, uns erwartet eine spannende Saison. Es gibt mehrere Teams, die das Potenzial haben, am Ende um die Meisterschaft zu spielen. Da sind natürlich der FC Bayern Basketball, Alba Berlin und Bamberg – aber auch Oldenburg, Ulm und die Artland Dragons haben eine gute Chance. Insgesamt glaube ich, dass sich die Liga von Saison zu Saison weiterentwickeln wird. Der FC Bayern hat mit seinen finanziellen Möglichkeiten den Anfang gemacht, sodass Mannschaften wie Bamberg und Berlin nachziehen mussten.

Der Kader der Münchner wurde in diesem Sommer noch einmal deutlich verändert. Auffällig ist, dass nur zwei US-Amerikaner geblieben sind und viele Spieler aus Osteuropa die Mannschaft verstärkt haben.

Bauermann: Das ist in keiner Weise verwunderlich und vielmehr nur die logische Konsequenz, wenn der Geschäftsführer und der Trainer ebenfalls dorther kommen. Es wäre andersherum genauso – wenn man beispielsweise einen US-amerikanischen Trainer und Geschäftsführer hätte. Ich sehe die Veränderungen in keinem Fall kritisch. Ganz im Gegenteil, es wurden hervorragende Spieler verpflichtet. Am Ende geht es immer um die Qualität und nicht darum, woher die Spieler kommen.

Ist die Mannschaft in dieser Saison noch besser geworden?

Bauermann: Das lässt sich momentan noch nicht sagen. Es ist die Frage, wie schnell das Team den Abgang von Malcolm Delaney verkraftet, der in der vergangenen Saison einen großen Anteil am Erfolg der Bayern hatte. Ich denke aber, dass die Mannschaft – besonders im Hinblick auf die Euroleague – gut zusammengestellt wurde.

Interview: Lena Meyer

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