2014 holte er mit Bayern den Titel / Er traut’s dem Team zu

Herr Hamann, wie wird man Meister?

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Steffen Hamann

Ein Jahr ist es her. Die Basketballer des FC Bayern gewannen in Berlin die Meisterschaft! Mit dabei: Ex-FCB-Kapitän Steffen Hamann. Die tz fragte ihn nach dem Titel-Rezept.

Ein Jahr ist es her. Die Basketballer des FC Bayern gewannen in Berlin die Meisterschaft! Mit dabei: Ex-FCB-Kapitän Steffen Hamann. Der 33-Jährige verließ daraufhin den FCB, spielte ein Jahr beim Zweitligisten Baunach – trotzdem ist der Profi ein nicht wegzudenkender Teil der jüngeren Basketballgeschichte der Roten Riesen. Im Zuge des ersten Playoff-Heimspiels am Samstag gegen Frankfurt wird Hamann mit Demond Greene geehrt. Die Nummern 6 (Hamann) und 24 (Greene) werden nicht mehr vergeben. In der tz spricht Hamann über seine Ehrung, die Chancen der Bayern und klärt die Frage, wie man Meister wird.

Herr Hamann, Sie waren von Anfang an beim Basketball-Projekt der Bayern dabei, haben mit der Meisterschaft Ihr Engagement in München krönen können. Welche Rolle spielen die Bayern in Ihrem Leben?

Hamann: Definitiv eine große! Das liegt schon allein daran, dass ich viele Freunde hier gewonnen habe. Freunde, die ich nur über das Basketballspielen kennengelernt habe. Ich fühle mich noch immer willkommen, sei es bei den Fans, der Vereinsführung oder in der Geschäftsstelle. Wenn ich dann mit der Meisterschaft auch noch etwas Sportliches hinterlassen habe, dann freut mich das umso mehr.

Am Samstag werden Sie mit Demond Greene geehrt. Ihr Trikot mit der 6 wird bald an der Hallendecke hängen…

Hamann: Ich kann mir ausmalen, dass es am Samstag eine etwas größere Überraschung wird (lacht). Als ich im Vorfeld mit Marko (Pesic, d. Red.) gesprochen habe, hat er da so etwas angedeutet… Wenn das dann wirklich der Fall sein sollte, wird das mit Sicherheit einer der größten Momente meiner Sportlerkarriere. Aber lassen wir es mal auf uns zukommen… (lacht)

Wie beurteilen Sie die vergangene Saison Ihres Ex-Teams?

Hamann: Ich habe noch viel Kontakt zu den Jungs und bin ganz gut im Bilde, was so passiert ist. Ich denke, die Mannschaft hatte keine einfache Saison. Zu Beginn sind mit Anton Gavel und Bryce Taylor, wenig später dann mit Nihad Djedovic, wichtige Eckpfeiler ausgefallen – und es ist schwer, das zu kompensieren. Ich denke, am Ende hat man noch einmal gesehen, wie stark die Mannschaft wirklich ist. Ob ein Team dann als Dritter oder Erster in die Playoffs geht, macht nicht so einen großen Unterschied. So eine spielstarke Mannschaft wie München hat immer eine große Chance, Meister zu werden. Was ich von den Jungs so gehört habe, ist jedenfalls, dass sie zu hundert Prozent bereit sind.

Haben Sie einen Rat fürs Team? Wie wird man Meister?

Hamann: Man darf nicht übertreiben. Es ist wichtig, vor allem im ersten Spiel nicht zu viel zu wollen. Das haben wir in der vergangenen Saison auch zu spüren bekommen. Wenn es schwierig wird, man Steine in den Weg gelegt bekommt, muss man außerdem richtig zusammenhalten. Wir haben zum Beispiel noch immer eine Whatsapp-Gruppe mit der gesamten Mannschaft. Da sieht man mal, was für ein Zusammenhalt besteht.

Wie geht es für Sie jetzt weiter?

Hamann: Schauen wir mal. Ich habe in der vergangenen Saison mein Sportmanagement-Studium weitergeführt und am Montag meine Abschlussprüfung geschrieben. Jetzt geht es erst einmal in den Urlaub und dann werde ich weitersehen. Ich bin für alles offen. Momentan sieht es aber so aus, als würde ich meine Profi-Karriere beenden.

Aufgezeichnet:

Lena Meyer

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