tz besucht FCB-Guard und seinen Vater

Daheim bei den Cobbs

+
Justin Cobbs (r.) und Vater Gregory

München - Knapp vier Wochen ist Justin Cobbs (24) nun Teil des FC Bayern Basketball. Trotzdem hat sich der Point Guard bereits gut eingelebt. Momentan ist Vater Gregory aus den USA zu Besuch. Und auch die tz schaute einmal bei Cobbs zuhause vorbei.

Knapp vier Wochen ist Justin Cobbs (24) nun Teil des FC Bayern Basketball. Trotzdem hat sich der Point Guard bereits gut eingelebt, wohnt seit einer Woche gemeinsam mit seiner Freundin in einer Wohnung in Schwabing. Momentan ist Vater Gregory aus den USA zu Besuch. Und auch die tz schaute einmal bei Cobbs zuhause vorbei.

Justin, Hand aufs Herz. Sie als Kalifornier hätten München sicher lieber zu einer anderen Jahreszeit kennengelernt.

Justin Cobbs (lacht):  Stimmt. Es ist ziemlich kalt. Als wir am Mittwoch in Bilbao waren und vom Hotel zum Bus gegangen sind, hat Deon (Thompson, d. Red.) mir gesagt: ‚So sollte es immer sein.‘ Da haben wir alle natürlich zugestimmt (lacht). Auf der anderen Seite: Wir haben zuhause in Kalifornien so gut wie keinen Schnee. Insofern war es schon cool für meine Freundin, meinen Vater und mich, als es am vergangenen Wochenende zu schneien begonnen hat.

Gregory Cobbs: Das stimmt! Bei uns sieht man das eher selten (lacht).

Herr Cobbs, Sie sind zum ersten Mal in Deutschland, oder?

Gregory Cobbs: Richtig. Als Justin in Frankfurt gespielt hat, konnte ich aus zeitlichen Gründen nicht herkommen. Umso mehr freut es mich, dass es jetzt klappt. Und ich muss sagen: Ich bin begeistert! Von der Stadt, aber vor allem von den Menschen. Alle sind so freundlich und offen. Das habe ich besonders bei den Spielen im Audi Dome erlebt. Und die Stimmung dort ist einmalig!

Das sagen Sie, als Ex-Basketball-Trainer und gebürtiger US-Amerikaner, der sicher unzählige NBA- und Collegespiele besucht hat...

Gregory Cobbs (lacht):  Ja – und ich meine es wirklich so. Es ist toll zu sehen, wie die Fans mitfiebern! Nehmen wir zum Beispiel die Kurve mit den Trommlern. Man sieht, wie sehr sie hinter der Mannschaft stehen! Der berühmte sechste Mann eben.

Und diesen Vorteil hat Ihr Team, Justin, am kommenden Mittwoch beim Rückspiel gegen Bilbao!

Justin Cobbs:  Zum Glück! Der Heimvorteil, die eigenen Fans im Rücken – das wird uns helfen! Man hat ja im Hinspiel gesehen, wie stark Bilbao ist. Noch einmal, wollen wir es nicht so spannend machen.

Wie wichtig war es für die Mannschaft, ein so knappes Spiel für sich zu entscheiden?

Justin Cobbs: Sehr wichtig! Das sind die Erfahrungen, die ein Team weiterbringen. Ich bin zwar erst ein paar Wochen Teil der Mannschaft, aber man muss wirklich sagen, dass die Chemie stimmt.

Gregory Cobbs: Es gibt keine Eitelkeiten! Das sieht man auch von Außen. Diese Mannschaft hat eine hohe Qualität und steht füreinander ein. Wer einmal selbst einen Teamsport ausgeübt hat, weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.

Justin Cobbs: Richtig. Genau dieser Zusammenhalt hat mir die Eingewöhnung sehr einfach gemacht.

Coach Pesic hat immer wieder betont, dass er von Ihnen nicht unendlich viele Punkte erwartet, sondern Sie ein Spieler seien, der seine Teamkollegen sehr gut in Szene setzen kann. Sind Sie mit dieser Rolle zufrieden?

Justin Cobbs: Deshalb bin ich Point Guard. Ich denke, ich habe ein gutes Auge, kann die Systeme schnell aufnehmen und durchsetzen. Nun werde ich alles dafür tun, mir mehr und mehr das Vertrauen zu erarbeiten.

Herr Cobbs, wollte Justin schon immer Basketballprofi werden?

Gregory Cobbs: Um ehrlich zu sein: Nein. Justin hat zwar schon mit vier Jahren angefangen, zu spielen, aber auch weitere Sportarten betrieben. Er war zusätzlich ein guter Footballspieler. Aber er hat sich für Basketball entschieden. Ich habe ihm immer gesagt: „Mach’ das, für das dein Herz schlägt. Es ist ein Segen, dass du den Sport professionell ausüben kannst.“ Mir war es wichtig, dass Justin dieses Geschenk und die Annehmlichkeiten nicht für selbstverständlich hält.

Was für ein Gefühl ist es, ihn heute in München auf dem Parkett zu sehen?

Gregory Cobbs: Ein unglaubliches! Dass Justin das machen kann, was ihn glücklich macht, ist für mich als Vater das größte Geschenk. Und, was die Erfahrungen, die er mit seinen 24 Jahren schon sammeln durfte, angeht: Der Junge hat mehr Stempel im Pass als ich (lacht).

Interview: Lena Meyer

 

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Zweite Niederlage gegen Bamberg: Jetzt wird es ganz eng!
Zweite Niederlage gegen Bamberg: Jetzt wird es ganz eng!
Endstation Bamberg: FCB-Baskets aus Halbfinale ausgeschieden
Endstation Bamberg: FCB-Baskets aus Halbfinale ausgeschieden
Djordjevic fordert „Reaktion“: So will Bayern Bamberg schlagen
Djordjevic fordert „Reaktion“: So will Bayern Bamberg schlagen
FCB-Baskets: Entscheidungsspiel in Bamberg
FCB-Baskets: Entscheidungsspiel in Bamberg

Kommentare