Playoffs gegen Berlin

92:86! Bayern hat jetzt Matchball

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Zuhause holen sich die Bayern-Basketballer den zweiten Sieg im Finale der Playoffs.

München - Der Titel ist jetzt ganz nah. Matchball für die Roten. Im dritten Play-off-Finale setzten sich die Bayern-Baskets am Sonntag mit 92:86 (39:48) gegen Alba Berlin durch.

Bester Werfer bei den Bayern war vor 6700 Zuschauern im ausverkauften Audi Dome Point Guard Malcolm Delaney (26 Zähler). Auch Center John Bryant (16), Kapitän Steffen Hamann (10) und Point Guard Heiko Schaffartzik (10) zeigten sich treffsicher. Bei den Hauptstädtern war Clifford Hammonds Topscorer (15). Dank des Erfolges führen die Roten Riesen in der Best-of-Five-Serie mit 2:1 nach Spielen und benötigen am Mittwoch in Berlin nur noch einen Sieg zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Pesic schießt gegen Baldi

„Bayern hat den Sieg verdient, sie haben in den entscheidenden Momenten tougher gespielt“, sagte Alba-Coach Sasa Obradovic anerkennend. Trotz des Erfolgs wollte FCB-Cheftrainer Svetislav Pesic kein Wort zum Spiel verlieren, vielmehr machte er seine Verärgerung über die Störfeuer der vergangenen Tage deutlich. „Ich habe lange gezögert, etwas in Richtung Alba-Verantwortliche zu sagen, aber jetzt ist es genug“, polterte Pesic los. „Bei Marco Baldi (Alba-Geschäftsführer, d.Red.) sind immer alle anderen schuld! Aber es ist doch so: Das Duo Emir Mutapcic/Svetislav Pesic hat in der gemeinsamen Zeit in Berlin sieben von acht Meistertiteln geholt. Ich war der beste Botschafter dort.“ Danach wurden die Hauptstädter nur noch ein einziges Mal Meister.

Zudem sitze Baldi im BBL-Präsidium, und könne so unter anderem die Schiedsrichterauswahl mitentscheiden. Die Forderung des FCB-Coaches: „Alba ist eine Tradition, aber Marco Baldi soll aufhören.“

Mit einer gefühlvoll vorgetragenen Acapella-Version der deutschen Nationalhymne schickte der Münchner Popsänger Tommy Reeve die Finalisten ins erste Viertel. Anfangs konnte sich kein Team so recht absetzen. Einen Drei-Punkte-Vorsprung der Bayern holten die Berliner prompt auf, führten bald mit 16:10. Mit einem leistungsgerechten 20:20 ging‘s für Bayern und Alba in die zweiten zehn Minuten.

Hier erwischte der Pokalsieger aus der Hauptstadt den besseren Start und brachte die angereisten Anhänger mit einem 9:0-Lauf zum Jubeln – 20:29. Kurzzeitig fanden die Roten die richtige Antwort: Ein Zweier von Center Bryant (22:29) und ein Dreier von Delaney, der vor Tip-Off offiziell zum MVP der Saison gekürt wurde, sorgten für den 31:32-Anschluss. Im Abschluss bewiesen in der Folge allerdings die Berliner mehr Kaltschnäuzigkeit, die Bayern verabschiedeten sich mit einem Rückstand in die Kabine (39:48).

Bilder: Zweiter Sieg im dritten Spiel für den FCB

Bilder: Zweiter Sieg im dritten Spiel für den FCB

Im dritten Viertel begannen die Hausherren spritziger, meldeten sich mit 49:53 auf dem Parkett zurück. Vor den Augen von FCB-Präsident Karl Hopfner, Vizepräsident Rudolf Schels, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Stabhochspringer Raphael Holzdeppe gelang Hamann zum Ende des Durchgangs der Ausgleich zum 66:66.

Jetzt war die Partie wieder völlig offen! Die Münchner drehten richtig auf, erarbeiteten sich in fünf Minuten einen 14-Punkte-Vorsprung. Selbst ohne Bryant, der seinen Arbeitstag nach dem fünften Foul beendete (90:84) und Forward Robin Benzing, der Bryant wenig später auf die Bank folgte (91:84), verteidigten die Roten ihren Vorsprung eisern. Mit 92:86 sicherten sie sich den zweiten Finalsieg und eine aussichtsreiche Ausgangslage vor dem dritten Endspiel am Mittwoch um 19.30 Uhr.

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