"Es gibt keine Vertragsunterschrift"

Verwirrung um Renfroe-Transfer

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Alex Renfroe (r.) wechselt von Alba Berlin zum FC Bayern.

München - Basketball-Bundesligist FC Bayern München hat eine Verpflichtung von Alex Renfroe vom Liga-Rivalen ALBA Berlin offiziell dementiert. Renfroe hatte den Wechsel zunächst auf seiner Facebook-Seite angekündigt, den Post aber anschließend wieder gelöscht.

"Ungeachtet aller Beiträge in Sozialen Medien: Es gibt bis dato keine Vertragsunterschrift, deshalb ist auch nichts zu vermelden“, erklärte Münchens Medienchef Andreas Burkert am Montag auf Anfrage. Aufbauspieler Renfroe selbst hatte am Sonntagnachmittag bei Facebook geschrieben, für zwei Jahre beim Vizemeister unterschrieben zu haben, den Beitrag aber kurz darauf wieder gelöscht.

Der 29-Jährige war im Sommer 2014 aus Russland zu ALBA gekommen und hatte die Hauptstädter unter anderem ins Playoff-Halbfinale sowie in der Euroleague in die zweite Gruppenphase geführt. Renfroe ist nicht der erste Profi, der den Weg von der Hauptstadt zu den Bayern geht. Aus dem aktuellen Kader waren Nihad Djedovic, Lucca Staiger, Heiko Schaffartzik, Jan-Hendrik Jagla und Yassin Idbihi in der Vergangenheit von den „Albatrossen“ an die Isar gewechselt. Trainer Svetislav Pesic und Geschäftsführer Marko Pesic standen ebenfalls früher in Berlin unter Vertrag.

„Dass die Bayern früh versucht haben, mit Alex Kontakt aufzunehmen, wissen wir schon länger. Das ist jetzt nicht sonderlich überraschend“, sagte Albas Sportdirektor Mithat Demirel bei Sport1. Seit 2013 wechselten jeden Sommer mehrere Leistungsträger die Seiten. „Dass dieses Vorgehen nicht besonders einfallsreich ist, kann man auch sehen“, sagt Demirel und fügte an: „Es gibt viele Spieler auf dem Markt, aber die Bayern-Politik des Geldbeutels ist ja bekannt.“

Mit durchschnittlich 10,7 Punkten, 4,8 Rebounds und 4,9 Assists war Renfroe in Berlin in der abgelaufenen Saison einer der Leistungsträger. Das Aus im Halbfinale der Play-offs gegen die Bayern (2:3) konnte er allerdings nicht verhindern. Nun warb er bei den Berliner Anhängern um Verständnis. „Ich weiß dass meine Alba-Fans angepisst sein werden, und ich verstehe das. Aber wisst einfach, dass ihr immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werdet!“, schrieb Renfroe.

SID

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