Baldi: „Das ist nicht mein Niveau“

Nächste Runde im Pesic-Zoff!

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Pesic hatte Baldi hart angegriffen.

München - Der Pesic-Zoff geht in die nächste Runde. Nun melden sich die BBL und Präsidiumsmitglied Baldi zu Wort. Letzterer reagiert sachlich und will sich nicht auf dasselbe Niveau begeben.

Eigentlich sollten in der Finalserie die Spieler im Fokus stehen. Das hatte FC-Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic kürzlich selbst gefordert. Doch am Sonntag waren es die Bayern-Verantwortlichen, die in Person von Trainer Svetislav und Sohn Marko Pesic zum Rundumschlag ausholten. Eine halbe Stunde lang attackierten sie die Liga und Marco Baldi, den Geschäftsführer von Finalgegner Alba Berlin, und forderten den Rücktritt des 52-Jährigen aus dem BBL-Präsidium!

Am Montag erreichte die tz den Pressesprecher der BBL. Dirk Kaiser wies sämtliche Anschuldigungen zurück. „Wir halten die Ausführungen für abwegig. Das Präsidium ist weder bei den Schiedsrichteransetzungen involviert, noch war es mit der Causa Ludwigsburg befasst. Schiedsrichteransetzungen erfolgen durch einen unabhängigen Schiedsrichteransetzer, und auch für das Wiederholungsspiel waren ein unabhängiger Spielleiter und ein unabhängiges Schiedsgericht verantwortlich – nicht das Präsidium“, stellte Kaiser klar.

Der Vorwurf der Bayern: Baldi hätte als Präsidiumsmitglied die Auswahl der Referees mitentschieden, „uns im Viertelfinale den Sieg gegen Ludwigsburg geklaut“ (Svetislav Pesic) und das Wiederholungsspiel erforderlich gemacht.

Wie der Angeklagte auf Pesics Vorwürfe reagierte? Sachlich. „Was ich ihm zu sagen habe, werde ich ihm direkt und persönlich sagen, wenn er denn Lust hat. Ich habe ihn noch nicht erreicht“, erklärte Baldi. „Wir haben eine längere Zeit unseres Lebens sehr intensiv und auch einigermaßen fruchtbar miteinander verbracht. Deshalb verbietet es sich mir, mich auf so ein Niveau einzulassen.“

Und was meinte die BBL zur Rücktrittsforderung? „Dazu können wir uns nicht äußern. Nur so viel: Marco Baldi ist, wie das gesamte Präsidium, von den Vereinsvertretern einstimmig gewählt worden“, so Kaiser. Eine Neustrukturierung sei nicht geplant. Kaiser: „Das Präsidium ist bis 2015 gewählt. Insofern besteht aktuell dazu kein Gesprächsbedarf.“

Über die Spitzen Richtung FC Bayern (Obradovic: „Malcolm Delaney schauspielert.“) und die Schiedsrichterkritik wird aber noch zu reden sein. Kaiser zur tz: „Wir gehen dem nach und werden die betreffenden Vereine um eine Stellungnahme bitten, weil es Regeln gibt, die Vereine sich selbst gegeben und deren Einhaltung wir zu gewährleisten haben.“ Den Zeitpunkt der Attacke fand Kaiser ungünstig. „Es bleibt jedem unbenommen, wie und wann er sich äußert. Aus unserer Sicht wäre die Strategietagung (Anfang Juli, d. Red.) das richtige Forum gewesen“, so der Sprecher. Jetzt sollte der Fokus auf der „großartigen“ (Kaiser) Finalserie liegen. Denn was bei all den Querelen ein wenig untergegangen ist: Wenn die Bayern am Mittwoch (19.30 Uhr, Sport1) in Berlin gewinnen, sind sie Deutscher Meister.

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