Zweite Niederlage gegen Alba

Pesic: "Wir sind nicht gesund"

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Nach der zweiten Saisonniederlage gegen Alba Berlin war auch Coach Pesic etwas ratlos.

Berlin - Die Basketballer des FC Bayern stecken in der Krise. Nach der Niederlage im Topspiel bei Alba Berlin gehen Trainer Svetislav Pesic neben den Spielern auch die Argumente aus.

Berlin - Am Ende einer völlig missratenen Woche wusste sich selbst der sonst so erfahrene Svetislav Pesic nur mit einer Ausrede zu helfen. „Ich bin keiner, der nach Ausreden sucht“, sagte der serbische Coach des FC Bayern Basketball: „Doch angesichts der Lage muss ich meinen Spielern ein Kompliment machen: Sie haben das Maximum, das im Moment möglich ist, herausgeholt.“

Pesic flüchtete sich nach dem 80:83 (40:47) des Meisters im Topspiel bei Tabellenführer Alba Berlin in eine Erklärungs-Rhetorik: „Bei solch einem intensiven Spiel ist es unbedingt notwendig, in sehr guter physischer Verfassung zu sein. Und das sind wir leider nicht, wir sind nicht gesund und kämpfen mit einem Virus und Verletzungen.“

Pesic und seine Mannschaft stehen nach der zweiten Pflichtspielniederlage in Folge unter Druck. Der vermeidbaren Pleite am Donnerstag in der Euroleague beim polnischen Champion Turow Zgorzelec (78:89) wollten die Münchner gegen Alba eigentlich eine Wiedergutmachung folgen lassen. Auch, um in der Bundesliga zum Pokalsieger aufzuschließen. Vor allem aber aus Prestigegründen.

Was Pesic dann am Sonntagabend von seiner Mannschaft sah, dürfte ihn ratlos gemacht haben. Denn die Gastgeber aus der Hauptstadt waren sogar mit einem Tag weniger Pause ins Topspiel gegangen: Am Freitag hatten sie in der Königskasse den französischen Meister Limoges CSP klar bezwungen (89:66).

„Auch wir haben am Freitag viel Kraft gelassen und heute in vielen Situationen nicht smart gespielt. Aber wir haben einen Weg gefunden, eine gewisse Chemie im Team zu halten und Spiele wie dieses zu gewinnen“, sagte Alba-Trainer Sasa Obradovic, und es klang wie eine kleine Spitze gegen seinen ehemaligen Lehrmeister Pesic: „Das war ein großer Sieg.“

Den Bayern fehlt seit Saisonbeginn ihr verletzter Kapitän Bryce Taylor, damit fehlt es ihrem Spiel an Struktur. Vor dem Spiel in Berlin war der erkrankte Robin Benzing ausgefallen, und kurz vor dem Ende der Partie verletzten sich zudem Anton Gavel und der bis dahin starke Nihad Djedovic. Dafür kann Pesic nichts. Doch der Bayern-Kader ist mit deutschen Nationalspielern und vielversprechenden Legionären exzellent besetzt.

Und dennoch vernahm man aus München nach dem Spiel das Wort „Lazarett“. Die Bayern wollten die Doppelbelastung. Nun senden sie mit den beiden Niederlagen allerdings das Signal, verwundbar und nicht breit genug aufgestellt zu sein. Die Konkurrenz dürfte das registrieren.

Am Donnerstag (20.15 Uhr) gastiert der türkische Meister Fenerbahce Istanbul in München, am Sonntag (17.00 Uhr/Sport1) dann der Bundesliga-Dritte EWE Baskets Oldenburg, der mit einem Sieg an den Bayern vorbeiziehen könnte. Stehen am Ende dieser Woche erneut zwei Niederlagen, dürfte es ungemütlich werden.

SID

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