Nach Niederlage in Ulm

Bayern-Serie gerissen: Klartext in der Kabine

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Svetislav Pesic mit Tyrese Rice

München - Nach der Niederlage in Ulm hat die Ansprache des Cheftrainers Svetislav Pesic an die FC-Bayern-Basketballer etwas länger als sonst gedauert. Sie war auch bewusst leiser. Das zeigt Wirkung.

Dieses Mal dauerte die Ansprache von Chefcoach Svetislav Pesic ein wenig länger als sonst. Und sie war sehr leise. Pesic: „Das ist manchmal schlimmer, als wenn man sehr laut wird…“ Es scheint gewirkt zu haben: Nach der 75:83-Niederlage in Ulm waren Trainer, Spieler und Verantwortliche gleichermaßen enttäuscht, Hamann & Co. kamen mit gesenktem Blick aus der Kabine geschlichen. „Wir haben zu früh aufgegeben“, gab ihnen Pesic noch mit auf den Weg nach Hause. „Gegen so eingespielte Mannschaften musst Du immer dagegenhalten. Beim Hinspiel in München haben wir das getan. Heute war das nicht der Fall.“

Damit ist die sieben Siege andauernde Serie der Roten Riesen gerissen. Und noch etwas wurmt die Spieler. FCB-Kapitän Steffen Hamann: „Uns hat die zwei Wochen andauernde Pflichtspielpause nicht besonders gutgetan. Wir haben uns zwar viele Dingen vorgenommen, konnten diese gegen Ulm allerdings nicht umsetzen. Insofern schmerzt es, wenn man weiß, in der Mannschaft steckt sehr viel mehr, als wir gegen Ulm gezeigt haben.“

Es mangelte an Konzentration und Kontinuität. Nachdem jeweils die Starts in die erste und zweite Halbzeit nicht schlecht waren, ließen die Münchner selbst nach – das nutzten die Schwaben gnadenlos aus, die Münchner hatten ihnen nichts mehr entgegenzusetzen. Forward Brandon Thomas: „Im zweiten und vierten Viertel haben die Ulmer mehr oder weniger machen können, was sie wollten. Das darf eigentlich nicht passieren, wir haben als Mannschaft zu viel Talent, um so etwas zuzulassen.“ Und FCB-Sportdirektor Marko Pesic meinte: „Gegen eine Mannschaft wie Ulm reicht es eben nicht, zweimal in fünf Minuten gut und konzentriert zu spielen.“ Das wissen auch die Spieler. Hamann: „Unsere Konzentration und Einstellung haben zwar phasenweise gestimmt, allerdings nicht über die gesamten 40 Minuten.“

Nun heißt es: Ulm abhaken und weitermachen! Am Mittwoch müssen die Roten Riesen in Braunschweig ran. Der ideale Zeitpunkt, um einiges besser zu machen. Thomas: „Wir müssen jetzt unsere Fehler analysieren, um das Spiel wegzustecken und abzuhaken. Gut, dass wir am Mittwoch schon wieder spielen.“ Auch Hamann ist sich sicher: „Wir werden wieder unser anderes Gesicht zeigen!“ Der Coach mahnte aber zur Geduld. „Spiele gewinnt man nicht automatisch. Insofern heißt es nun weiter hart trainieren und so besser zu werden.“ Damit legten die Münchner gestern los. Statt eines Tages Pause gab’s gleich zwei Einheiten.

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lm

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