"Das war eher ein Rückschritt"

Siegesserie der Bayern-Basketballer gerissen

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Ulm hat die Siegesserie der Bayern Baskets beendet.

Ulm - Die Erfolgsserie der Bayern Baskets ist gerissen. Nach sieben Siegen nacheinander verlor die Mannschaft von Svetislav Pesic das Spitzenspiel in Ulm.

Es bleibt bei sieben Siegen in Serie für die Bayern-Basketballer. Im Auswärtsduell beim Vizemeister Ulm mussten die Roten eine bittere 75:83 (35:44)-Pleite hinnehmen und konnten damit ihren Durchmarsch nicht auf acht Erfolge erhöhen. Bester Scorer war Tyrese Rice mit 23 Punkten.

FCB-Coach Pesic: "Die Ulmer waren heute frischer und haben die größere Motivation gezeigt."

Der Beginn der Partie gehörte allerdings den Bayern. Auch wenn sich die Ulmer bei Tip-off den Ball sichern konnten, sorgte Tyrese Rice mit zwei Freiwürfen für die ersten Punkte der Partie. Doch die rote Dominanz währte nicht lange. FCB-Sportdirektor Marko Pesic: "Fünf Minuten Konzentration zur Beginn der Partie reichen nicht." Ende des ersten Viertels zogen die Ulmer nach, verkürzten den Vorsprung der Bayern auf nur einen Punkt (17:16 aus Bayernsicht).

Und die Partie blieb hitzig, die Halle tobte, als Ulm die Führung übernahm.

Es entwickelte sich ein harter Schlagabtausch, mit mehreren Führungswechseln. Keines der beiden Teams schenkte sich auch nur einen Meter. Ende der ersten Halbzeit liefen Bryant & Co. richtig heiß und machten deutlich, dass sie unbedingt Revanche für die knappe Niederlage im Hinspiel nehmen wollten. Die Folge: Ein 9:0-Lauf der Gastgeber. Mit einem Stand von 35:44 ging es für Pesic und sein Team in die Kabine.

Anfang der zweiten Halbzeit gaben die Roten noch einmal Gas. In kürzester Zeit arbeiteten sich die Münchner wieder heran (43:44). Kapitän Steffen Hamann sorgte für die erneute Führung. Aber auch Ulm gab nicht auf und zog erneut davon. Hamann: "Um gegen ein Spitzenteam wie Ulm gewinnen zu können, muss man über 40 Minuten seine beste Leistung zeigen. Das haben wir heute nicht getan."

Bei den Roten Riesen wollte nichts mehr funktionieren. Die Partie war gelaufen. Die Bayern konnten der Dominanz der Hausherren nichts mehr entgegensetzen. FCB-Forward Jan Jagla: "Das war heute eher ein Rückschritt. Es ist gut, dass wir unser nächstes Spiel bereits am Mittwoch in Braunschweig haben, um es wieder besser zu machen."

Lena Meyer

Das sind die Roten Riesen: Der Kader vom FC Bayern München

Mit dem Aufstieg in die Bundesliga hatte der FC Bayern Basketball sein erstes Etappenziel erreicht. Die Premierensaison verlief einigermaßen zufriedenstellend, in der ersten Runde der Playoffs war allerdings Schluss. In der Saison 2012/13 schafften es die Roten Riesen in den Playoffs dann schon bis ins Halbfinale. Springt heuer NOCH mehr heraus? © dpa
Bayern-Präsident Uli Hoeneß (r.) unterstützt das ehrgeizige Projekt nach Kräften. © dpa
Nachdem Dirk Bauermann (r.) zu Beginn der Saison 2012/13 entlassen wurde, übernahm zunächst der bisherige Co-Trainer Yannis Christopoulos (l.) die Verantwortung. © sampics
Ende November 2012 übernahm dann Ex-Bundestrainer Svetislav Pesic. © dpa
Steffen Hamann (r.) ist Point Guard und einer der erfahrensten Profis im Kader. Sein Motto lautet: Don't be a part of the problem - be a part of the solution. © sampics
Der 2,08 Meter große Small Forward Robin Benzing ist deutscher Nationalspieler und einer der größten Hoffnungsträger des Klubs. © sampics
Der passionierte Kaugummikauer Chevon Troutman ist das Kraftpaket des Teams. Als Center räumt der US-Amerikaner unter dem Korb ab. © dpa
Der gebürtige Texaner Demond Greene spielt seit 2010 für die Roten Riesen. Mit 1,85 Meter ist der Shooting Guard einer der kleinsten im Team, macht das aber mit seiner Athletik und teilweise spektakulären Spielweise wett. © sampics
Mauricio Marin kommt von ALBA Berlin - mit ihm haben die Bayern Baskets einen der vielversprechendsten deutschen Nachwuchsspieler unter Vertrag genommen. Derr 1,92 Meter große Shooting Guard wurde 2011 zum besten Nachwuchsspieler der NBBL gewählt. © imago
John Bryant hat im Sommer 2013 einen Zweijahresvertrag bei den Bayern unterschrieben. Der 2,11-Meter-Riese aus den USA spielt auf der Position des Centers. © Christina Pahnke / sampics
Malcom Delaney eignet sich mit seinen 1,91 Metern bestens als Combo Guard. Im Sommer 2013 wechselte der Amerikaner von Budiwelnyk Kiew zu den Bayern nach München. © AFP
Nihad Djedovic spielte schon beim FC Barcelona und Alba Berlin, zur Saison 2013/14 wechselte der Bosnier an die Isar. © dpa
Yassin Idbihi spielt auf der Position des Centers. Der 2,08-Meter-Hüne aus Köln wechselte im Juli 2013 von ALBA Berlin zum FC Bayern. © sampics
Power Forward Boris Savovic kam eine Woche vor Saisonstart 2013/14 noch an die Isar. "Er war kurzfristig auf dem Markt, deshalb haben wir sofort reagiert", sagt Geschäftsführer Marko Pesic. © Christina Pahnke / sampics
Heiko Schaffartzik hat die Position des Point Guard. Im Jahr 2013 wechselte er aus der Hauptstadt an die Isar. Der 1,83 Meter große Berliner hat ein aufregendes Leben hinter sich: Als Jugendlicher erkrankte er an Leukämie, konnte die Krankheit aber besiegen. Später wurde der junge Spieler des Marihuanakonsums überführt und für einige Spiele gesperrt. © dpa
Lucca Staiger wechselte zur Saison 2013/14 zum FC Bayern und spielt dort die Position des Shooting Guards. © AFP
Auch Bryce Taylor hat bei den Roten Riesen die Position des Shooting Guards inne. Der US-Spieler wechselte ebenfalls zur Saison 2013/14 zu den Münchnern. Davor stand er bei den Artland Dragons und Alba Berlin unter Vertrag. © Christina Pahnke / sampics
Alassane Dioubate ist eines der hoffnungsvollen Nachwuchstalente im Bayern-Kader. Der Kölner kam 2010 als 16-Jähriger nach München, er spielt auf der Forward-Position. © fcb-basketball.de

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