FCB-Baskets wollen sich nicht provozieren lassen

Der Bayern-Plan: Titel statt Emotionen

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Das letzte Aufeinandertreffen von Berlin und bayern war hitzig

Jetzt wird es ernst. Am Sonntag starten die Basketballer des FC Bayern ins Finale um die deutsche Meisterschaft. Nun heißt es: Emotionen kontrollieren.

München - Jetzt wird es ernst. Am Sonntag starten die Basketballer des FC Bayern ins Finale um die deutsche Meisterschaft. Und dort kommt es zu dem Duell mit dem Erzrivalen: Es geht gegen ALBA Berlin. Ein Aufeinandertreffen, in dem viele Emotionen liegen. Nicht zuletzt, weil das Rückspiel der Hauptrunde, das im März stattfand (72:91), ein heftiges Nachspiel hatte.

Zur Erinnerung: FCB-Profi Reggie Redding und Berlins Joshiko Saibou gerieten mitten im Spiel aneinander. Zunächst wurden Unhöflichkeiten – so genannter „Trash Talk“ ­– ausgetauscht. Irgendwann riss bei den beiden der Geduldsfaden und es kam zu einer Rangelei, in der auch mehrere Spieler beider Teams verwickelt waren. Devin Booker wollte seinem Kollegen helfen, stürmte aufs Feld, obwohl er eigentlich auf der Bank saß. Die Folge: Disqualifikationen während des Spiel, Redding wurde danach sogar für drei Spiele gesperrt, Saibou für eines. Heute sagt der FCB-Profi: „Das war sicherlich eine der dümmsten Entscheidungen, die ich in meiner Karriere getroffen habe. Ich hätte mich nicht provozieren lassen dürfen. Aber so ist das nun einmal. Manchmal kann man einfach nicht mehr an sich halten.“

Und auch jetzt bleibt das Gefühl, das die Sache mit den Berlinern noch nicht geklärt ist. „Ich freue mich auf das Wiedersehen“, so Redding vielsagend. Auch Kollege Alex King glaubt, dass es hitzig werden kann. „In diesem Duell liegen traditionell viele Emotionen“, so der Routinier. „Ein Stück weit ist das auch okay. Berlin ist eine sehr junge Mannschaft, da wird es sicherlich zu dem ein oder anderen Trick, oder auch etwas Trash Talk kommen.“ Eines sei aber wichtig: „Wir müssen trotzdem ruhig bleiben und uns auf unser Spiel konzentrieren.“

Genau das ist auch der Appell, den FCB-Geschäftsführer Marko Pesic an seine Schützlinge richtet. Der 41-Jährige, der in seiner aktiven Zeit selbst für die Hauptstädter auf dem Parkett stand, mahnt seine Spieler zur Besonnenheit. „Wir haben zuletzt immer dann am besten gespielt, wenn wir unsere Emotionen unter Kontrolle hatten“, so Pesic. „Immer, wenn das nicht funktioniert hat – wie beispielsweise einmal kurz im vierten Spiel in Bamberg – wurde es ungünstig.“ Solche Fehler sollen dieses Mal nicht gemacht werden. Denn sonst kann es gegen eine Mannschaft wie Berlin leicht gefährlich werden. King: „ALBA hat mit Aito Reneses einen sehr erfahrenen Trainer und einige Spieler mit großer Bundesliga-Erfahrung. Einen Favoriten gibt es in dieser Serie meiner Meinung nach nicht.“

Das sehen die Berliner anders. ALBAs Akeem Vargas schickte gleich einmal eine Kampfansage an die Isar. „Ich bin der Meinung, dass wir der Favorit sind“, so der 28-Jährige im Interview mit der Berliner Morgenpost. „Wir müssen nur ein Spiel in München klauen und schon ist der Heimvorteil auf unserer Seite.“

Dass das passiert, wollen und müssen die Bayern in jedem Fall verhindern. Und dafür soll gleich am Sonntag der Grundstein gelegt werden. Pesic: „Das erste Spiel einer Serie ist extrem wichtig. Wir müssen hochkonzentriert starten.“ Und vor allem eines: Ruhe bewahren.

Lena Meyer

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