Robin Benzing über den Bayern-Hass

"Uns bringt nichts aus der Ruhe"

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Robin Benzing

München - Am Donnerstag geht's endlich wieder los. Die neue Saison startet. Die tz sprach im Vorfels mit FCB-Forward Robin Benzing über den Unmut und die Abneigung, die seinem Team häufig entgegenschlägt, wie man dieser am besten begegnet und die letzten Tage vor Saisonstart bestmöglich nutzt.

Leicht wird’s nicht für die Bayern-Basketballer! Am Donnerstag startet mit dem Heimspiel gegen den Mitteldeutschen BC die neue Saison und damit die Jagd der übrigen BBL-Klubs auf den amtierenden Titelträger.

FCB-Kapitän Bryce Taylor: „Der FC Bayern hat ja schon immer polarisiert. Nun sind wir auch noch der amtierende Meister. Das verstärkt natürlich die Motivation der übrigen Mannschaften noch einmal, gegen uns ihre beste Leistung zu zeigen.“

Einen kleinen Vorgeschmack auf das, was die Bayern erwartet, gab es bereits bei den Testspielen in den vergangenen Wochen: Beim Turnier in Bonn pfiffen die Zuschauer die Bayern aus, obwohl sie – quasi als Heimteam – gegen einen französischen Erstligisten spielten. Am vergangenen Samstag bekamen die Roten Riesen dann erneut die Abneigung der ALBA-Berlin-Fans zu spüren. Etwas, das sich während der regulären Saison noch verstärken dürfte.

Die tz sprach mit FCB-Forward Robin Benzing über den Unmut und die Abneigung, die seinem Team häufig entgegenschlägt, wie man dieser am besten begegnet und die letzten Tage vor Saisonstart bestmöglich nutzt.

Herr Benzing, in dieser Saison sind Sie als amtierender Meister noch einmal mehr die Mannschaft, die jeder schlagen will. Ist der Druck dadurch größer geworden?

Benzing: Naja, Druck ist einfach immer da. Und das ist ja auch gut so. Schließlich betreiben wir Profisport und müssen immer alles geben. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass der Druck in dieser Saison größer sein wird. Wir wissen ja bereits allzu gut, wie die Hallen-atmosphäre bei Auswärtsspielen aussieht. Da kann uns, denke ich, nichts aus der Ruhe bringen.

Beim Testspiel in Bonn gegen Gravelines Dunkerque gab es dann allerdings doch noch einmal eine neue Erfahrung für Sie. Ihr Team wurde im Duell mit einer ausländischen Mannschaft (Frankreich) in Deutschland von den heimischen Fans ausgepfiffen.

Benzing: Stimmt, das habe ich so auch nicht für möglich gehalten. Schließlich war es in diesem Moment ja ein Heimspiel für ein deutsches Team. Aber so ist das nun mal. Der FC Bayern polarisiert, der Verein wird eben geliebt oder gehasst. Im Endeffekt ist es der Erfolg, der zählt.

Waren Ihnen diese Gegebenheiten bewusst, als Sie sich vor drei Jahren entschieden, zum FC Bayern zu wechseln?

Benzing: Ich habe da gar nicht so sehr drüber nachgedacht. Dass der FC Bayern ein großer Verein ist, der sehr bekannt ist und daher auch Kritiker hat, war mir bewusst. Aber als Profi sollte einen so etwas nicht beeindrucken oder abschrecken. Außerdem darf man nicht vergessen, dass wir selbst tolle Fans haben, die uns im Audi Dome und auch bei Auswärtsfahrten sehr gut unterstützen. Ich denke, das ist es, worauf es wirklich ankommt!

Am Samstag kassierten Sie ausgerechnet gegen Vizemeister Berlin eine Niederlage. Sind Sie trotzdem bereit für den Saisonstart am Donnerstag?

Benzing: In Berlin haben wir sehr wenig umgesetzt von dem, was wir uns in den vergangenen Wochen mit dem Trainer eigentlich erarbeitet hatten. Ein Vorteil der Vorbereitung war ja, dass wir zumindest zwei Wochen mit der beinahe kompletten Mannschaft arbeiten konnten. Jetzt müssen wir weiter an der Abstimmung feilen und uns einspielen. Es wird nun darauf ankommen, schnellstmöglich zusammenzuwachsen. Aber ich denke, die vorherigen Spiele haben gezeigt, dass wir das schaffen können.

Interview:

Lena Meyer

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