Heimniederlage gegen Real

Bayern verpassen erste Top16-Chance

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Unzufrieden: Svetislav Pesic

München - Jetzt heißt’s: zittern, Bayern! Die FCB-Baskets verloren am Freitag daheim gegen Real. Jetzt geht es nächste Woche in Belgrad um alles.

Jetzt heißt’s: zittern, Bayern! Die FCB-Baskets verloren am Freitag mit 67:86 (38:36) daheim gegen Real Madrid. Damit vergaben die Roten im Audi Dome, unter den 6700 Zuschauern waren auch Edmund Stoiber und Felix Magath, die erste Möglichkeit auf das Top16-Ticket der Euroleague. Verloren ist zwar noch nichts. Allerdings müssen Topscorer KC Rivers (22 Punkte gegen Madrid) & Co. unbedingt das letzte Spiel am Freitag bei Roter Stern Belgrad gewinnen. Madrid konnte sich dagegen doppelt freuen. Mit dem Sieg bewahrten sich die Königlichen vor dem vorzeitigen Euroleague-Aus.

Die Münchner starteten genauso stark wie ihre Gäste. Das erste Viertel? Auf Augenhöhe. Ex-Madrilene Rivers gab offensiv Gas, seine Kollegen hatten die Defensive einigermaßen im Griff. Ende des ersten Abschnitts lagen die Bayern mit zwei Pünktchen zurück (18:20).

Die Königlichen erwischten den besseren Start in Viertel zwei. Die Trefferquote der Bayern sank – in den ersten fünf Minuten des zweiten Abschnitts gelangen ihnen nur vier Punkte. Hinzu kamen nervlich bedingte Ungenauigkeiten. Renfroe – völlig frei - verstopfte sich bei einem Korbleger und auch aus der Distanz funktionierte wenig. Er musste bei telekombasketball.de zugeben: „Wir haben einige einfache Punkte weggegeben. Das darf nicht passieren, wir müssen die Intensität hoch halten.“

Madrid nutzte den Moment, um den Vorsprung auszubauen (25:30 aus Bayern-Sicht). Dann nahm der FCB-Kapitän die Sache in die Hand. Bryce Taylor für drei: drin! Seine Kollegen bekamen Aufwind und sorgten für die kurzzeitige Führung (33:31). Kurz darauf schlug Madrid allerdings wieder zu.

Die Bayern ließen sich dennoch nicht abschütteln. Es ging hin und her. Allen voran Rivers blieb abgezockt und zeigte gute Offensivaktionen. Mit 38:36 ging es für die Pesic-Schützlinge in die Halbzeit. Renfroe blieb realistisch. „Die kleine Führung bedeutet noch gar nichts. Es sind noch 20 Minuten zu spielen und Madrid ist ein starkes Team. Sie werden zurückkommen“, prophezeite der FCB-Guard zur Pause.

In der Tat: Real fand schneller zurück ins Spiel. Die Verteidigung der Bayern: eingerostet. Die Gäste erarbeiteten sich eine kleine Führung (48:40). Bayern mühte sich zwar, konnte den Lauf der Spanier allerdings nicht unterbinden. Jetzt spielten die Königlichen auf. Sergio Rodriguez & Co. waren nicht zu stoppen. Der Rückstand der Bayern: mittlerweile zweistellig (40:54).

Keine Frage, dass Coach Pesic alles andere als zufrieden war. Der Weckruf funktionierte. Rivers legte von der Dreierlinie nach. Die Antwort der Gäste folgte allerdings sofort. 51:65 und noch zehn Minuten auf der Uhr.

Die Sache war gelaufen. Bayern fand nicht mehr ins Spiel, Real spielte sich in einen Rausch. Jetzt heißt es: Siegen oder fliegen in Belgrad. Bevor es aber bei Roter Stern um alles geht, muss noch ein BBL-Spiel absolviert werden... Am Sonntag (17.00 Uhr) treffen die Münchner auswärts auf BBL-Underdog Gießen.

Lena Meyer

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