Pesic nach ALBA-Erfolg zuversichtlich

War das der Befreiungsschlag, Bayern?

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Pesic und Micic (r.)

München - Ist nun wirklich alles gut bei den Bayern-Basketballern? Der Sieg gegen Berlin brachte zumindest Selbstvertrauen...

Eines vorweg! Die Bayern-Baskets haben ihr Selbstvertrauen wieder – zumindest nach eigener Aussage… Auch, wenn am Sonntagnachmittag beim Top-Spiel gegen Tabellenführer ALBA Berlin davon wenig zu sehen war, erklärte Trainer Svetislav Pesic nach dem knappen 70:68-Erfolg gegen die Hauptstädter: „Wir haben an den Sieg geglaubt.“

Wann genau dieser Glaube entstanden ist und sich in den Köpfen seiner Spieler manifestiert hatte, ließ der Coach unbeantwortet. Ist ja auch egal, am Ende – in der entscheidenden Phase der Partie – war er plötzlich da! Nachdem die Bayern wieder einmal lange ihrem Spiel hinterherliefen, und vor allem in der Verteidigung unsicher und etwas planlos wirkten, stellte der erfahrene Trainer einiges um. Pesic: „Wir haben Mann-gegen-Mann verteidigt, wir haben Zonen-Defense gespielt und am Ende Pick-and-Roll-Verteidigung mit Doppeln. Das haben wir dann auch sehr gut umgesetzt.“ Der Pesic-Plan ging auf. Mit einem Mal fand sein Team zum eigenen Rhythmus, die Gäste wirkten von so viel plötzlich aufkeimendem Siegeswillen und Mut überrascht – immerhin lagen die Bayern zwischenzeitlich mit mehr als zehn Punkten zurück, gefühlt waren es mindestens zwanzig.

Pesic erklärt: „ALBA hatte dann einige Ballverluste. Aus der Defense heraus haben wir Selbstvertrauen gewonnen und die Zuschauer haben uns großartig unterstützt.“ Mit Ach und Krach reichte es letztendlich zum Triumph über die verwunderten Berliner.

Es bleibt die Frage: War das jetzt die Wende? Zuletzt war bei den Bayern nämlich nur auf eines Verlass: Die fehlende Konstanz in der Leistung. Noch am Freitag setzte es eine knappe Niederlage in Bonn, zuvor stolperten die Pesic-Schützlinge über Teams wie Braunschweig und Frankfurt. Der Trainer begründete dies stets so: „In aller erster Linie fehlt es den Spielern an Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten. Selbstvertrauen ist aber ein zentraler Punkt – und den muss man sich hart erarbeiten. Durch hundertprozentigen Einsatz im Training und Erfolge in den Partien.“

Ein Sieg im letzten regulären Saisonheimspiel gegen Berlin ist da zumindest schon einmal ein guter Anfang. Damit sich das Vertrauen in die eigenen Kräfte in den Köpfen einbrennt, sollte nun ein Sieg im letzten Spiel vor dem Playoff-Start, am 9. Mai im Audi Dome, folgen. Am Donnerstag müssen die Roten Riesen noch einmal in Oldenburg ran. Sollte dort ein weiterer Sieg gelingen, könnten die Playoff-Sterne der Münchner wieder besser stehen. Klar ist: Die Bayern werden als Tabellendritter in die entscheidende Phase dieser Spielzeit einziehen. Mögliche Gegner in der ersten Runde sind Frankfurt, Oldenburg und Ulm.

Lena Meyer

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