Nach der Euroleague-Niederlage in Istanbul

Bayern-Baskets: Das muss sich ändern...

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FCB-Coach Svetislav Pesic

München - Ist Europa noch immer eine Nummer zu groß? Freitag verpassten die FCB-Baskets den Sieg zum Auftakt in der Euroleague knapp. Montag soll in der BBL wieder ein Sieg her. Die tz listet die größten Baustellen der FCB-Baskets auf.

Ist Europa noch immer eine Nummer zu groß? Freitag verpassten die FCB-Baskets den Sieg zum Auftakt in der Euroleague knapp. Am Ende verlor das Team von Cheftrainer Svetislav Pesic mit 67:74 knapp gegen Fenerbahce Istanbul - die zweite Niederlage in einem Pflichtspiel der neuen Saison. Schon am vergangenen Sonntag hatten die Bayern gegen Bonn das Nachsehen. Höchste Zeit also für ein Erfolgserlebnis! Montag Abend um 20.00 Uhr haben die Münchner die Gelegenheit dazu. Es gibt Besuch vom Mitteldeutschen BC, derzeit auf dem letzten Platz der Tabelle (die Bayern stehen auf Rang sieben, haben aber auch zwei Spiele weniger als Tabellenführer ALBA Berlin bestritten). Eine echte Pflichtaufgabe also. Am Donnerstag steht dann bereits das zweite Euroleague-Spiel an. Es geht daheim gegen Khimki Moskau. Was genau passieren muss, damit die Roten wieder auf die Siegerstraße einbiegen und es auch mit den europäischen Top-Teams aufnehmen können? Die tz listet die drei größten Baustellen der Münchner auf.

Die Reboundarbeit:

Gerade in der Defensive ein großes Thema, das am Freitag in Istanbul überdeutlich wurde. „Fenerbahce hat nach der Pause 13 Offensivrebounds geholt“, ärgerte sich Trainer Pesic. Somit hatten die Türken nach einem missglückten Wurfversuch die erneute Chance, zu punkten und die Bayern verpassten die Möglichkeit, in Ballbesitz zu kommen. Diese Schwäche spiegelte sich auch in der Gesamtstatistik wider: Während es die Gastgeber auf insgesamt 44 Rebounds brachten, sammelten die Münchner 29. Hier muss eine deutliche Steigerung her.

Die Point-Guard-Situation:

Mit Alex Renfroe verpflichteten die Bayern in diesem Sommer einen der besten Aufbauspieler der BBL. Seine Leistung bisher: Unbestritten gut! Das einzige Problem: Auch ein Renfroe kann nicht 40 Minuten spielen. Am Freitag versuchte Anton Gavel, die Lücke, die Renfroe-Kollege Vasilije Micic hinterlässt (laboriert noch immer an einer Ellenbogenverletzung) zu füllen. Schnell wurde deutlich: Gavel liegt das Spiel auf der Position des Shooting Guards deutlich mehr. Umso sehnlicher wird die Rückkehr von Micic erwartet. Am Freitag saß der Guard bereits auf der Bank. Schon Montag könnte er seine ersten Spielminuten bekommen.

Verletzungssorgen:

Das ewige Thema – und trotzdem von Relevanz! Neben Micic fehlen den Bayern noch immer Kapitän Bryce Taylor (muskuläre Probleme) und Maxi Kleber (Fuß). Während sich Klebers Rückkehr weiter hinauszögern kann, hoffen die Bayern auf eine baldige Rückkehr ihres Kapitäns. Pesic: „Wir wollen kein Risiko eingehen. Die Entscheidung fällt von Spiel zu Spiel.“ Momentan sieht es so aus, als solle Taylor noch bis zum Spiel am Donnerstag gegen Khimki Moskau geschont werden. Eine Rückkehr der Fehlenden wird dann natürlich nicht nur spielerisch helfen, sondern auch die gesunden Spieler entlasten. Pesic: „In Istanbul hat uns am Ende die letzte Kraft gefehlt.“ Ein Problem, dass mit einem tieferen Kader ebenfalls in den Griff zu kriegen ist.

Lena Meyer

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