Vierte Pleite in Folge

ALBA stürzt Bayern in die Krise

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Renfroe & Co. patzten auch in Berlin

Berlin - Spitzenreiter Alba Berlin hat in der der Basketball-Bundesliga das Topspiel gegen Bayern München gewonnen und sich in der Tabelle als einziges ungeschlagenes Team etwas abgesetzt.

Jetzt wird es langsam kritisch… Die Talfahrt der Bayern-Basketballer ging auch am Sonntag weiter. Denn da setzte es eine weitere, bittere Pleite bei BBL-Spitzenreiter ALBA Berlin. Die Münchner verloren in der Hauptstadt vor über 14 000 Zuschauern deutlich mit 74:90 (38:49). Das ist mittlerweile die vierte Niederlage in einem Pflichtspiel hintereinander! Auch die vergangenen beiden Euroleague-Partien gegen Belgrad und Madrid konnte das Team von Svetislav Pesic bekanntlich nicht für sich entscheiden, gegen Frankfurt hatte man vor einer Woche ebenfalls das Nachsehen.

Stecken die Bayern in der Krise? Der Spielverlauf in Berlin machte deutlich: Ja! Denn wieder einmal wurden die Schwachpunkte des Kaders offensichtlich. Zur Halbzeit hatten die Roten bereits knapp 50 Punkte zugelassen, insgesamt brachten sie es auf 20 Ballverluste und nur sechs Offensiv-Rebounds (zum Vergleich Berlin hatte 14). Klar, dass das auch dem Trainer übel aufstieß. Svetislav Pesic: „ALBA hat von Beginn an mehr investiert, vor allem bei Offensiv-Rebounds. Wenn du den ersten und zweiten nicht bekommst, den dritten musst du kriegen! Natürlich trainiert man das, aber der letzte körperliche Einsatz fehlte.“

Genauso wie in den vorherigen Partien. Auch da verpassten die Bayern immer wieder die Gelegenheit, die Zügel in die Hand zu nehmen, wirkten besonders unter dem Korb planlos. In Berlin fehlte dann zu allem Überfluss auch noch Dusko Savanovic aufgrund von Knieproblemen. Center John Bryant hatte einen rabenschwarzen Tag und konnte seinem Team gar nicht helfen (0 Punkte). Die Folge: Pesic ließ ihn in der zweiten Halbzeit kaum mehr ran. Später kommentierte der Trainer seine Entscheidung so: „John ist physisch nicht da. Der hat mehr geweint als gespielt, da müssen eben andere spielen, die Einsatz zeigen, vor allem in der Defensive.“

Einsatz zeigten Topscorer KC Rivers (17 Punkte), Nihad Djedovic (12) und Kapitän Bryce Taylor (10) – allesamt natürlich zu klein, um dieses Problem zu lösen. München hatte also große Schwierigkeiten in der Verteidigung auf den großen Positionen.

Während die Berliner genau das ausnutzten und auch noch aus der Distanz recht treffsicher waren, blieben die Roten bis zum Schluss unter ihren Möglichkeiten. Pesic: „Berlin hat verdient gewonnen. Die Mannschaft hat nie die Kontrolle verloren.“ So konnten die Hauptstädter, die in der BBL also weiter ungeschlagen sind, ihr Polster in der Tabelle weiter ausbauen. Bei den Bayern – nun auf Rang acht – muss etwas passieren. Denn schon am Donnerstag steht das nächste wichtige Spiel an. Es geht in der Euroleague daheim gegen Istanbul. Ebenfalls ein Team, das keine Fehler verzeiht…

Lena Meyer

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