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Dieser NBA-Star drückt den Bayern besonders die Daumen

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Von: Lena Meyer

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2016 NBA Finals - Game Three
LeBron James © AFP

München - Wenn der FC Bayern Basketball den Titel holt, wird es mit Sicherheit Glückwünsche aus Cleveland geben. Denn dort spielt ein guter Freund des FCB-Guards Dru Joyce.

Wenn der FC Bayern Basketball den Titel holt, wird es mit Sicherheit Glückwünsche aus Cleveland geben. Denn NBA-Champion LeBron James, der dort derzeit mit den Cavaliers in der amerikanischen Profiliga um die erneute Meisterschaft kämpft, verbindet eine enge Freundschaft mit einem der FCB-Baskets. Aufbauspieler Dru Joyce, seit März im Kader der Roten, kennt den Ausnahme-Profi bereits aus Highschool-Zeiten. Die beiden spielten gemeinsam im Team der St. Vincent-St. Mary High School in Akron und gewannen damals sogar die Meisterschaft. Noch heute verbindet die beiden eine enge Freundschaft. Und auch, wenn es in den Gesprächen der zwei nicht immer um Basketball geht, verfolgt NBA-Star James, was sein Kumpel in Deutschland so macht. Vor den zwei letzten regulären Spielen der Münchner in Bayreuth (Samstag, 20.30 Uhr) und daheim gegen Gießen (Montag, 15.30 Uhr) spricht Joyce über BBL, NBA, Titelhoffnungen und seinen Kumpel LeBron James.

Herr Joyce, vor knapp zehn Jahren starteten Sie Ihre Profi-Karriere in Deutschland. Bis auf zwei Stationen in Polen und Weißrussland spielten Sie seither ausschließlich in der BBL. Sehen Sie sich als BBL-Experte?

Joyce:

Das Wort Experte würde ich nicht verwenden. Aber ich bin sicherlich BBL-erfahren. Ich habe mich nie als Spieler gesehen, der in jeder neuen Saison bei einem anderen Verein unter Vertrag steht. Hinzu kommt, dass ich in der BBL zum ersten Mal dafür bezahlt wurde, Basketball zu spielen. Ich fühle eine große Verbundenheit zu diesem Land und dieser Liga, habe hier viele Freunde gewonnen und noch immer Kontakt zu einigen meiner ehemaligen Teamkollegen.

Sie haben einen ganz besonders bekannten ehemaligen Teamkollegen. Allerdings noch aus Highschool-Zeiten: den heutigen NBA-Star LeBron James.

Joyce:

Stimmt. Wir waren gemeinsam an der St. Vincent-St. Mary High School in Akron/Ohio. 2003 haben wir dort unseren Abschluss gemacht.

Nervt es Sie, immer und immer wieder darauf angesprochen zu werden?

Joyce:

Wenn ich LeBron nicht so mögen würde, vielleicht.... Aber er ist wirklich großartig. Wir haben in all den Jahren immer Kontakt gehalten. In den Sommerpausen versuchen wir, uns regelmäßig zu treffen. Ich weiß immer, was bei ihm so los ist und andersherum.

Verfolgt er Ihre Karriere in Deutschland?

Joyce:

Er verfolgt meine Statistiken und schaut sich hin und wieder Highlights an. Aber um ehrlich zu sein, sprechen wir zwei selten über unsere Spiele und Vereine. Wenn wir uns austauschen, dann geht es meistens um unsere Familien, wie es gemeinsamen Freunden geht, oder was sonst noch so los ist. Basketball steht da nicht an erster Stelle.

S

c

hmerzt es Sie manchmal, nicht wie er in der NBA zu spielen?

Joyce:

Ich glaube, es ist der Traum eines jeden jungen Spielers irgendwann einmal in der NBA zu spielen. Aber mein Weg war ein anderer und ich bin sehr dankbar für all die Möglichkeiten, die ich bisher bekommen habe. Ich durfte viele verschiedene Orte in Europa kennenlernen und fühle mich in der BBL und vor allem in Deutschland sehr wohl. Insofern ist es gut so, wie es ist.

Ein wichtiger Punkt fehlt noch in Ihrer Vita: die Meisterschaft.

Joyce:

Richtig – und was wäre schöner, als diese nach zehn Jahren als Profi zu feiern? Ich habe es mit meinen bisherigen Teams zwar einige Male in die Playoffs geschafft, aber wir waren nie siegreich. Ich hoffe doch sehr, dass das in diesem Jahr geändert werden kann (lacht). Ich werde jedenfalls alles dafür tun, damit wir es möglichst weit schaffen.

Mittlerweile hat Ihr Team 15 Siege in Folge auf dem Konto. Die letzten zwei Spiele der Saison stehen an, nächste Woche beginnen die Playoffs. Wie realistisch ist der Gewinn der Meisterschaft?

Joyce:

Wir haben uns in den vergangenen Wochen weiterentwickelt. Coach Djordjevic, treibt uns immer zu Bestleistungen an. Insofern denke ich, dass wir gute Chancen haben, wenn wir diesen Weg weiterführen.

Interview: Lena Meyer

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