Bayern treffen auf Galatasaray

FCB: Eurocup-Spiel in der Stadt der Angst

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Dusko Savanovic (l.), Bryce Taylor (M.) und John Bryant

Istanbul - Am Montag reisten die Bayern zum Viertelfinalrückspiel im Eurocup nach Istanbul. Die Sicherheitsvorkehrungen sind hoch.

Auch, wenn die Bayern-Basketballer die Thematik im Vorfeld nicht zu groß werden lassen wollten: Die Münchner Korbjäger traten am Montag ihre Reise nach Istanbul mit einem mulmigen Gefühl an. Und das nicht, weil es Dienstag (19.00 Uhr, live bei telekombasketball.de) beim Eurocup-Rückspiel gegen Galatasaray Istanbul um den Einzug ins Halbfinale geht. Vielmehr sind die schockierenden Terroranschläge in der Türkei der verständliche Auslöser. Erst am Samstag hatte ein Selbstmordattentäter in einer belebten Istanbuler Einkaufsstraße vier Menschen mit in den Tod gerissen, 39 Personen verletzt. Das Gouverneursamt reagierte sofort: Am Sonntag wurde beispielsweise das Derby in der Fußball-Süper-Lig zwischen Galatasaray und Fenerbahce in Istanbul abgesagt. Es war als Begründung von „ernst zu nehmenden Einschätzungen“ der Sicherheitsbehörden die Rede.

Das Eurocup-Spiel am Dienstag soll aber in der mehr als 12 000 Zuschauer fassenden Abdi Ipekçi Arena stattfinden. Und die FCB-Baskets, die das Hinspiel in München mit 99:89 gewinnen konnten, wollen sich vor allem auf eines konzentrieren: die Partie! „Wir versuchen, an den Sport zu denken“, erklärte FCB-Geschäftsführer Marko Pesic gestern.

Dass die schrecklichen Ereignisse der vergangenen Wochen und die bestehende Terrorgefahr trotzdem nicht ausgeblendet werden können, ist klar. Zunächst wollten sich die Bayern gar nicht zu diesem Thema äußern, um nicht unnötig viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Montag gab es dann doch ein kurzes offizielles Statement von Geschäftsführer Pesic. „Wir sind seit Ende letzter Woche in Kontakt mit türkischen und deutschen Behörden sowie Galatasaray“, so der Ex-Profi. „Uns ist garantiert worden, dass die Sicherheitsmaßnahmen angepasst werden, und wir verlassen uns darauf.“

Wie genau diese Anpassungen aussehen werden, wollten und konnten sowohl die Vereine als auch die Konsulate nicht kommunizieren. Eine Polizeieskorte vom Hotel zum Spiel sowie zusätzliche Bewachung gehören auf jeden Fall dazu.

Ansonsten gilt es, diese Thematik so gut es geht auszublenden. Schließlich wollen die Münchner unbedingt eine Runde weiter. Dusko Savanovic: „Wir dürfen uns auf keinen Fall auf unserem Erfolg ausruhen. Galatasaray wird – mit seinen Fans im Rücken – alles daran setzen, um uns nicht zu unserem Rhythmus kommen zu lassen. Wir müssen von Anfang an hellwach sein.“ Lena Meyer

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