Djedovic über die Euroleague-Chancen

"Wir geben nicht auf!"

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Geknickt: Nihad Djedovic (M.) & seine Kollegen

München - Die Enttäuschung nach der knappen Niederlage gegen Fenerbahce Istanbul am Donnerstag stand besonders Nihad Djedovic ins Gesicht geschrieben. Trotzdem bleibt der Forward zuversichtlich.

Die Enttäuschung nach der knappen Niederlage stand besonders Nihad Djedovic ins Gesicht geschrieben. Obwohl sich der Forward per Blitz-Heilung von seiner Hüftverletzung erholt hatte und sein Team am Donnerstag gegen Fenerbahce Istanbul als bester Werfer der Bayern mit 16 Punkten unterstützte, verloren die Münchner auch das vierte von fünf Spielen der europäischen Königsklasse.

Man muss nicht großartig rechnen können, um zu wissen, dass ein Weiterkommen unter die besten 16 Teams nun sehr, sehr schwer wird. Djedovic: „Wir dürfen nicht aufgeben. Aber klar ist, dass ein Sieg in fünf Spielen nicht genug ist.“ Ihm und seinem Team bleiben weitere fünf Spiele. Drei von ihnen müssen mindestens noch gewonnen werden, um eine ordentliche Top-16-Chance zu wahren. Aber ist das bei Auswärtsspielen in Athen und Istanbul sowie dem Heimspiel gegen den FC Barcelona in der kommenden Woche realistisch? Djedovic meint: Ja. Das Interview.

Herr Djedovic, toll gekämpft und trotzdem verloren. So eine Niederlage ist besonders bitter, oder?

Djedovic: Sicherlich. Ich denke, wir haben uns gegen Istanbul wenig vorzuwerfen. Unsere Einstellung hat durchgehend gestimmt. Allerdings hat Istanbul jeden unserer Fehler doppelt bestraft.

Inwiefern spielten da auch die schlechten gesundheitlichen Voraussetzungen Ihres Teams eine Rolle?

Djedovic: Das soll nicht als Entschuldigung gewertet werden, aber natürlich waren wir geschwächt. Ich musste zwei Tage im Training aussetzen. Zum Glück konnte ich mich schnell erholen. Anton (Gavel, d. Redaktion), Bryce (Taylor) und Paul (Zipser) fehlen uns natürlich sehr. Aber ob das Spiel mit ihnen anders verlaufen wäre, kann ich nicht sagen.

Was die Euroleague angeht, stehen Sie nun unter absolutem Zugzwang.

Djedovic: Stimmt. Dass unsere Gruppe nicht einfach werden würde, war uns allerdings schon vor Saisonstart bewusst. Nun kommen noch die Verletzungen hinzu. Aber wir geben nicht auf und müssen alles daran setzen, in der kommenden Woche zu Hause gegen Barcelona zu gewinnen. Ich denke, wenn wir erst einmal einen weiteren Sieg auf dem Konto haben, könnte das Ganze schon leichter werden. Aber nun geht es erst einmal in der Bundesliga gegen Oldenburg.

Am Sonntag um 17 Uhr, ebenfalls zuhause.

Djedovic: Genau, und das ist gut. Je schneller wir die Partie gegen Istanbul vergessen, umso besser. 

Lena Meyer

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