Heiko Schaffartzik über die Göttingen-Niederlage

"Das war eine Art Ohrfeige..."

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Heiko Schaffartzik (l.)

München - Ein Aufsteiger besiegt den deutschen Meister. Und das bereits im fünften Spiel der neuen BBL-Saison. Spielmacher Heiko Schaffartzik erklärt die Göttingen Niederlage.

Ein Aufsteiger besiegt den deutschen Meister. Und das bereits im fünften Spiel der neuen BBL-Saison. Dass sich diese Aussage bewahrheiten könnte, hatte bis Sonntag wohl kaum jemand für möglich gehalten. Vor allem nicht die FC-Bayern-Baskets selbst. „Wir haben heute scheinbar geglaubt, dass wir unbesiegbar sind und den perfekten Basketball spielen, davon sind wir allerdings Welten entfernt“, meinte FCB-Cheftrainer Svetislav Pesic nach dem 81:95-Ausrutscher gegen Göttingen am Sonntag. Die Mannschaft sei „zu zufrieden“ gewesen, so der Coach.

Eine Einstellung, die er seinen Schützlingen schnellstmöglich austreiben will. Schließlich steht bereits am Donnerstag (20.45 Uhr) der nächste Heimauftritt der Roten Riesen an. Dieses Mal gastiert kein BBL-Aufsteiger im Audi Dome, sondern das europäische Top-Team Panathinaikos Athen. Es ist wieder Euroleague-Zeit!

Ob die Spieler bis dahin wieder zu ihrer eigentlichen Einstellung und Stärke zurückfinden können? Spielmacher Heiko Schaffartzik über die Probleme gegen Göttingen, und wie es nun weitergeht.

Herr Schaffartzik, die Niederlage am Sonntag hat viele Zuschauer und Experten verwundert. Woran lag’s?

Schaffartzik: Das kann ich momentan nicht so genau sagen. Was stimmt, ist, dass wir von Anfang an keine gute Defense gespielt haben, nicht konzentriert genug waren. Wir hatten Probleme mit der Zonenverteidigung der Göttinger und konnten dadurch keine Fastbreaks laufen, was ja ein großen Anteil unseres Spiels ausmacht. Als wir das Spiel dann in der zweiten Halbzeit drehen wollten, war es zu spät. Göttingen hatte sich in eine Art Rausch gespielt und das Selbstvertrauen, das man braucht, um zu siegen. Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren.

Nicht einmal 48 Stunden zuvor wäre Ihnen beinahe ein Euroleague-Sieg in Barcelona gelungen. Hat Ihnen am Sonntag deshalb die Kraft gefehlt?

Schaffartzik: Wenn wir sagen würden, dass die Doppelbelastung aus Euroleague und Bundesliga ein Problem ist, könnten wir direkt einpacken und bräuchten nicht weiter spielen. Wenn wir etwas gewinnen wollen, dann darf es keine Ausreden geben.

Der Trainer sagte, dass das Team in der Realität angekommen sei.

Schaffartzik: Ich hoffe es. Ich denke, das war eine Art Ohrfeige, die uns wachrütteln kann. Wir müssen verstehen, dass wir auch in der Bundesliga jedes Spiel verlieren können.

Lena Meyer

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