Bayern gewinnen trotz schlechten Starts

Achterbahn-Sieg in Hagen

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Paul Zipser

Hagen - Erst sah es knapp aus, dann wurde es doch eindeutig. Die Bayern-Basketballre feierten ihren zweiten Saison-Erfolg in Hagen.

Mit einer guten Defensive läuft’s besser. Keine neue Erkenntnis, aber eine, an die sich die Bayern-Basketballer gestern noch einmal erinnern mussten. Nach einer schlechten ersten Halbzeit auswärts gegen Phoenix Hagen, gelang den Münchnern aufgrund einer deutlichen Steigerung in der Defense dann doch der Sieg. 97:82 (45:57) hieß es am Ende, Topscorer war John Bryant mit 19 Punkten.

Der Start in die Partie? Keine Überraschung! Die Münchner legten routiniert los und ließen die Gastgeber – zunächst – nicht zum Zug kommen. Ein 6:0-Lauf war die Folge. Doch dann kamen die Hagener in Fahrt. Angefeuert von den 3100 Zuschauern in der Arena am Ischeland machten die Feuervögel ihrem Ruf alle Ehre und zündeten offensiv den Turbo. Die Münchner wirkten überfordert, die bayerische Defensive wackelte. Das erste Viertel ging mit 30:21 an die Feuervögel.

Die Partie blieb hitzig. Während die Bayern versuchten, sich an die Hagener heranzuarbeiten, bewies das Team von Ingo Freyer starke Nerven. Nach einem 7:0-Lauf, der den Münchnern die kurzzeitige Führung garantierte (37:36), erfolgte eine 10:0-Antwort der Gastgeber (46:37). Auch der Rest des zweiten Viertels dürfte Svetislav Pesic, gelinde gesagt, so gar nicht gefallen haben. Die FCB-Defensive fand einfach keine Antwort auf die schnellen und treffsicheren Hagener – vor allem der brandgefährliche Adam Hess stand viel zu häufig frei. Ende der ersten Halbzeit hatten die Bayern 57 (!) Punkte der Gegner zugelassen. Viel zu viel! Die Münchner selbst hatten nur 45 auf dem Konto. Philipp Köchling, Assistenztrainer der Bayern, sagte bei telekombasketball.de: „Wir müssen nun an unserer Defensive arbeiten. Das geht so nicht.“

Diese Vorgabe nahm sich sein Team zu Herzen. Die Verteidigung der Bayern lief nach der Pause wesentlich besser – Hagen tat sich schwer. Fünf Minuten später eroberte Deon Thompson die Führung zurück (64:63) und seine Kollegen setzten alles daran, um diese auszubauen. Mit einem Stand von 74:65 ging es ins letzte Viertel.

Und das nutzten die Münchner, um dann komplett zu ihrer Stärke zurückzufinden. John Bryant & Co. verteidigten wesentlich besser, der Rhythmus der Gastgeber war dahin. Knapp fünf Minuten vor Schluss bauten die Roten ihren Vorsprung auf über 20-Punkte aus – die Sache war gelaufen. Nach einem Start mit Schrecken, gab es dann also doch ein Happy End.

Lena Meyer

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