BBL-Titelanwärter deklassiert

FCB: Darum lief’s in Bamberg rund

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Stimac (links) und Idbihi mit Bambergs Harris.

Bamberg - Was war denn da plötzlich los bei den Bayern-Baskets? Am Mittwoch erspielten sich die Schützlinge von Cheftrainer Svetislav Pesic nicht einfach nur ihren zweiten Eurocup-Sieg in Bamberg – nein, die Roten Riesen deklassierten diesmal den BBL-Titelanwärter regelrecht.

Und das ausgerechnet in der eigenen Halle. Nicht nur die Fans der Bamberger rieben sich nach dem 90:52-Erfolg von Nihad Djedovic & Co. die Augen. Schließlich wirkten die Münchner Korbjäger zuletzt alles andere als dominant.

Das lag in erster Linie an den Verletzungssorgen, die die Bayern seit Beginn der Saison plagen. Momentan fehlen Neuzugang Bo McCalebb, Robin Benzing und Vasilije Micic. Zuvor mussten die Bayern lange auf Kapitän Bryce Taylor, Youngster Paul Zipser und Aufbauspieler Anton Gavel verzichten. FCB-Coach Pesic zur tz: „Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in meiner bisherigen Trainerkarriere mit so vielen gesundheitlichen Problemen konfrontiert wurde.“ Was folgte, war das Euroleague-Aus und Schwierigkeiten in der BBL. Besonders in der Defensive funktionierte in diversen Partien wenig. Taylor vor dem Bamberg-Spiel: „Die Verteidigung ist definitiv eine unserer großen Schwachstellen.“

Am Mittwoch war davon nichts mehr zu sehen. Die Roten dominierten von Beginn an die Bretter, auch in der Defensive gaben sie sich nicht den Hauch einer Blöße. „Wir haben in der Verteidigung einige Details verbessert“, lobte Coach Pesic. „Das war ein perfektes Spiel.“ Aber woher kommt die Kehrtwende? Pesic’ Rezept hierfür lautete: Akribisches Training gepaart mit der guten Arbeitsmoral seiner Spieler. Der Erfolgstrainer über sein Team: „Sie wollen, und wir haben viel geredet, sie untereinander und auch mit mir. Jetzt sehe ich mir das Resultat an und kann es selbst kaum glauben.“

Dieser Sieg bedeute nicht, dass sein Team jetzt unschlagbar sei, so der Serbe. „Man soll diesen Sieg nicht überbewerten. Das war ein Spiel, in dem uns alles gelungen ist und Bamberg nicht auf seinem Niveau war.“ Eines ist aber klar: Auf diesem Befreiungsschlag lässt sich aufbauen.

Lena Meyer

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