Bayern haben gegen Istanbul das Nachsehen

FCB-Baskets: Harter Kampf, knappe Niederlage

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Djedovic (l.) & Istanbuls Bogdanovic

München - Trotz einer guten Leistung mussten sich die Bayern-Baskets am Donnerstag mit einer weiteren Euro-Niederlage zufrieden geben. Jetzt wird es ganz schwer...

Gehofft hatten die Bayern-Basketballer bestimmt – so richtig mit einem Erfolg gerechnet aber eher nicht. Schließlich hätten die Voraussetzungen vor dem Euroleague-Heimspiel am Donnerstag gegen Fenerbahce Istanbul nicht schlechter sein können. Und so überraschte es wohl die wenigsten, dass sich die verletzungs- und virusgeschwächten Münchner mit einem harten Kampf und einer 86:93 (44:50)-Niederlage zufrieden geben mussten. Während Anton Gavel, Jan Jagla, Bryce Taylor und Paul Zipser verletzt fehlten, konnte zumindest Nihad Djedovic nach seiner Hüftverletzung wieder spielen. Der Forward, der gemeinsam mit Vasilije Micic der beste Werfer der Roten war (16 Punkte) meinte nach der Niederlage: „Wir sind sehr enttäuscht. Denn wir haben mit vollem Einsatz gespielt und gekämpft.“

Fenerbahce machte gleich von Beginn an klar, dass es keine Gastgeschenke für die Bayern geben würde... Im ausverkauften Audi Dome (6700 Zuschauer) startete eine sehr physische und schnelle Partie. Die Münchner wussten sich zu helfen, arbeiteten hart in der Offensive. Ende des ersten Viertels drehte besonders Heiko Schaffartzik auf. Unbeeindruckt vom Pfeifkonzert der gegnerischen Fans zimmerte der Guard gleich zwei Dreier hintereinander in den Korb der Gäste und sorgte für die Führung Ende des ersten Viertels (22:19).

Fenerbahce legte einen Gang zu. Für einen kurzen Moment wirkten die Bayern hilflos. Beim Stand von 31:39 verhinderte Coach Pesic per Auszeit Schlimmeres. Die Hausherren fingen sich und tasteten sich wieder an ihre Gäste heran (39:40). Allerdings legte dann allen voran Istanbuls Andrew Goudelock los. Ende der ersten Halbzeit hatte er bereits 19 Punkte auf dem persönlichen Konto – insgesamt sorgte er für 34 Punkte, davon zehn Dreier! Euroleaguerekord! Schaffartzik: „Natürlich hat er ein Wahnsinns-Spiel abgeliefert. Aber wir haben die Dreier, die Goudelock gemacht hat, auch zugelassen. Wir hätten ihn besser verteidigen müssen.“

Während die Pfiffe der türkischen Fans nach der Halbzeitpause noch lauter wurden, dominierte auch Istanbul immer mehr das Geschehen. Bayern versuchte zwar sich weiterhin zu behaupten – die Gäste zogen aber immer mehr davon (55:66 aus Sicht der Roten).

Trotzdem gaben Schaffartzik & Co. nicht auf. Kurz vor Ende der Partie kamen die Hausherren dank Djedovic noch einmal auf vier Punkte heran (84:88). Diesem kurzen Hoffnungsschimmer setzen die Gäste aber schnell ein Ende: Mit 86:93 mussten sich die Bayern geschlagen geben. Bereits die vierte Niederlage im fünften Euroleague-Spiel. Nun wird es ganz schwer. Pesic: „Große Chancen auf ein Weiterkommen haben wird nicht. Aber wir werden weiter kämpfen.“

Lena Meyer

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