Der FCB-Kapitän im Interview

Danilo Barthel: "Wir sind als Team gewachsen!"

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Danilo Barthel

Sechs Partien sind noch zu spielen. Dann beginnt für die Basketballer des FC Bayern endlich die heiße Phase der Saison. FCB-Kapitän Danilo Barthel spricht im Interviewüber Motivation, müde Beine und Playoffs.

München - Sechs Partien sind noch zu spielen. Dann beginnt für die Basketballer des FC Bayern endlich die heiße Phase der Saison. Nach einer langen Spielzeit voller Euroleague- und BBL-Partien brennen die Münchner mittlerweile auf die Entscheidungsphase. Bevor es aber so weit ist, müssen unter anderem absolute Pflichtaufgaben abgearbeitet werden. Da ist beispielsweise die Heimpartie am Ostersonntag (15.00 Uhr) gegen den aktuellen 16. der Tabelle, die Crailsheim Merlins. Im Interview spricht FCB-Kapitän Danilo Barthel über Motivation, müde Beine und die härteste Phase der Saison.

Herr Barthel, in dieser Woche gab es zum ersten Mal seit September zweieinhalb Tage am Stück frei. Wie wichtig war das für Sie?

Barthel: Die vergangenen Wochen waren schon sehr anstrengend. Insofern sind die Beine momentan etwas müde. Gerade die Euroleague und das viele Reisen hat uns einiges abverlangt. Um ehrlich zu sein, habe ich die Belastung etwas unterschätzt. Aber es war eine tolle Erfahrung und ich bin stolz, dass wir uns beweisen konnten.

Inwiefern hat die Euroleague die Mannschaft aus Ihrer Sicht verändert?

Barthel: Wir sind individuell und als Team an ihr gewachsen. Ich denke, man konnte sehen, dass wir uns aufgrund der Erfahrungen weiterentwickelt haben. Die Euroleague bietet einfach die Chance, sich mit den besten Spielern Europas messen zu können. Und so herausfordernd das auch ist, so lehrreich ist es auch. Die Erfahrungen werden uns auch auf nationaler Ebene und vor allem in den Playoffs helfen.

Es dauert noch knapp einen Monat bis diese Phase in der BBL beginnt. Vorher warten Top-Spiele gegen Berlin und Bamberg, aber auch Partien wie der am Ostersonntag gegen Crailsheim. Fällt es Ihnen schwer, sich hierfür zu motivieren?

Barthel: Natürlich ist ein Spiel gegen Crailsheim etwas anderes als eines gegen Berlin. Aber das darf keine Entschuldigung sein, außerdem kämpft Crailsheim mit allen Kräften gegen den Abstieg, sie haben am Sonntag nur knapp in Bamberg verloren. Wichtig ist, dass wir uns - sollten wir einmal zu locker starten – schnell fangen. Das ist uns am Sonntag gegen Braunschweig gelungen. Außerdem ist unsere Mannschaft tief besetzt. Jeder Spieler ist also froh, wenn er sich präsentieren kann. Insofern ist es unser Anspruch, jede Partie mit der gleichen Einstellung anzugehen.

Trotzdem wird es Zeit, dass endlich die Playoffs beginnen, oder?

Barthel (lacht): Natürlich kribbelt es schon ein wenig. Die Monate Januar und Februar sind traditionell die härtesten einer Basketballsaison. Draußen ist es dunkel, die Playoffs sind noch in weiter Ferne. Jetzt, im April, wird es endlich wärmer und die heiße Phase der Saison rückt näher. Insofern freuen wir uns schon sehr, dass es bald losgeht. Die Zeit bis dahin wollen wir dafür nutzen, um noch besser zu werden.

Was sind aus Ihrer Sicht die verbleibenden Baustellen?

Barthel: Wir müssen uns in der Abstimmung weiter verbessern. Und dann geht es daran, noch den ein oder anderen Kniff in unsere Systeme zu integrieren, um weitere Überraschungsmomente schaffen zu können. Außerdem werden wir noch an konditionellen und athletischen Dingen arbeiten, sodass wir zum Playoff-Start topfit sind.

Interview: Lena Meyer

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