Coach Pesic trifft Sportvorstand Sammer

"Ich wollte nie Trainer werden..."

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Pesic (l.) & Sammer

München - Ein Klub, zwei Macher. Svetislav Pesic und Matthias Sammer bekleiden zwar zwei völlig unterschiedliche Positionen in zwei unterschiedlichen Abteilungen ihres Vereins – eines teilen die zwei aber zu hundert Prozent: die Bereitschaft, alles für den FC Bayern zu geben.

Ein Klub, zwei Macher. FCB-Baskets-Coach Svetislav Pesic und Matthias Sammer, Sportvorstand der Fußball-Abteilung, bekleiden zwar zwei völlig unterschiedliche Positionen in zwei unterschiedlichen Abteilungen ihres Vereins – eines teilen die zwei aber zu hundert Prozent: die Bereitschaft, alles für den FC Bayern zu geben.

Das Vereinsmagazin #FCBB Update brachte die beiden an der Säbener Straße zusammen. Kein seltenes Aufeinandertreffen. Matthias Sammer verrät: „Wir verstehen uns ausgesprochen gut. Das Wissen, dass wir Zwei ähnlich deutlich unseren Standpunkt vertreten, reicht sicherlich nicht aus, um zu beschreiben, was uns tatsächlich auf persönlicher Ebene verbindet.“ Der 47-Jährige spricht von einer „ähnlichen Software“, nach der er und sein Vereinskollege funktionieren.

Eine Symbolik, der der Cheftrainer der FCB-Basketballer zustimmt. Pesic lobt: „Den Weg, den Matthias nach seiner aktiven Spielerkarriere eingeschlagen hat, finde ich super. Auch seine Erfolge als junger Trainer sprechen für sich.“ 2002 kürte sich der jetzige Sportvorstand mit dem BVB zum jüngsten Meistertrainer der Bundesligageschichte.

Apropos Trainer. Sammer lässt, was seine Zukunft angeht, Raum für Spekulationen. Er sagt: „Ich bin jetzt 47 Jahre, habe noch Vertrag. Wenn es hier länger gehen sollte, ist das sehr gut. Denn ich liebe diese Position, diesen Klub. Aber wenn irgendwann jemand kommen sollte und sagt, es geht nicht mehr weiter – dann gehe ich sicher nicht in Rente. Was dann kommt, werden wir sehen. Ich kann nur nicht mehr Spieler sein – alles andere ist noch möglich, auch der Trainerjob.“

Rente ist beim 65-jährigen Pesic auch noch lange nicht in Sicht. Sein Wunsch: Einmal den eigenen Enkel Luka offiziell trainieren zu können. Eine Vorstellung, die sich erst in knapp zehn Jahren realisieren lassen könnte. Luka ist neun. Dass der serbische Erfolgstrainer bis dahin die Lust verliert? Kaum vorstellbar. Pesic ist dafür bekannt, sich immer neue Ziele zu setzen. Dabei berichtet er heute: „Ich wollte nie Trainer werden.“ Nach dem verletzungsbedingten Ende seiner Spielerkarriere 1979 war er „als Manager in einer Firma angestellt“. Er habe sich damals nur ehrenamtlich um das Sponsoring seines Klubs Bosna Sarajevo gekümmert. Der Präsident habe ihn dann zunächst ins Amt des Sportdirektors gedrängt – und schließlich zum Interimscoach. „Ich habe Verantwortung übernommen – und am Ende der Saison waren wir plötzlich jugoslawischer Meister! Dabei hatte ich zunächst keine Ahnung und keinen Plan“, gesteht Pesic.

Kaum vorstellbar. Heute blickt der Trainer auf WM- und EM-Titel, unzählige Meisterschaften und einen Euroleague-Sieg (FC Barcelona) zurück. Sein Gewinner-Gen ist noch immer aktiv. Genauso wie das bei Sammer.

Lena Meyer

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