Bayern-Basketballer vor Euroleague-Duell gegen Khimki

Teammanagerin verrät: So schaut's hinter den Kulissen der FCB-Baskets aus

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Teammanagerin Lena Rogenhofer

Sie ist die starke Frau hinter den Bayern-Riesen: Teammanagerin Lena Rogenhofer sorgt dafür, dass die organisatorischen Abläufe bei den Münchnern reibungslos funktionieren. Die tz traf die 27-Jährige.

München - Bevor die Basketballer des FC Bayern München am Donnerstag um 20.30 Uhr in der Euroleague gegen Khimki Moskau ran müssen (live bei Telekom Sport), geht es zum gemeinsamen Teamessen ins Leonardo Royal Hotel in Schwabing. So wie immer vor einem Heimspiel. „Wenn es sich um ein Abendspiel handelt, fährt das Team in der Regel nach dem morgendlichen „Shoot around“ ins Hotel und isst dort gemeinsam zu Mittag. Danach geht es für die Spieler noch einmal nach Hause für einen Nachmittagsschlaf“, berichtet Teammanagerin Lena Rogenhofer im Gespräch mit der tz.

Seit dieser Saison ist die 27-Jährige – gemeinsam mit Administrations-Leiter Philipp Boll ­– zuständig für alle organisatorischen Belange der Mannschaft. Von der Unterstützung bei Behördengängen bis hin zur Planung der Auswärtsreisen in der Euroleague ist alles dabei. Und manchmal ist es, wie den berühmten Sack Flöhe zu hüten. Rogenhofer: „Es geht natürlich auch darum, dafür zu sorgen, dass alle an ihre Pässe denken und pünktlich zu den Abfahrtszeiten bereit sind.“ Bei der Organisation hilft die App „SAP Sports One“, die die Münchner als erstes Basketballteam seit anderthalb Jahren nutzen. Über dieses Tool stellt Rogenhofer den Spielern wöchentlich ihre Terminpläne zur Verfügung, kann in integrierten Gruppenchats zusätzliche Erinnerungen vermerken. „Es gibt schon den ein oder anderen Kandidaten, bei dem ich weiß, dass ich lieber noch einmal extra nachfrage, ob er an alles gedacht hat“, lacht die Teammanagerin.

Bei jedem Heimspiel und nahezu jedem Auswärtsspiel ist Rogenhofer dabei. Es geht darum, die Abläufe so reibungslos wie möglich zu gestalten. FCB-Geschäftsführer Marko Pesic betonte bereits vor Saisonbeginn die Wichtigkeit dieser Organisation – vor allem aufgrund der erheblichen Belastung aus BBL und Euroleague. Rogenhofer erklärt: „Wir achten bei Auswärtspartien beispielsweise immer darauf, dass das Hotel möglichst nahe an der Halle ist, sodass die Anfahrten vor einem Spiel kurz gehalten werden können. Außerdem versuchen wir, immer dafür zu sorgen, dass bei der Ankunft im Hotel bereits eingecheckt ist und alle Schlüsselkarten bereit liegen, sodass die Spieler direkt aufs Zimmer können.“ In der Euroleague gibt es zwischen einigen Teams zusätzlich die Abmachung, dass sich immer der Gastgeber um die Unterbringung seines Gegners kümmert. Rogenhofer: „Das funktioniert sehr gut.“

Die Flüge für alle terminierten Spiele dieser Saison sind bereits gebucht. Rogenhofer: „Wir sichern uns immer ein Kontingent, ganz zu Beginn der Saison. Bei kurzfristiger angesetzten Spielen wie im Pokal oder dann in den Playoffs ist die Organisation natürlich etwas aufwändiger. Wir versuchen aber immer, alle Eventualitäten einzuplanen und bereits Hotels in den Städten der möglichen Gegner vorzumerken.“

Es scheint, als könnte die Teammanagerin nichts aus der Ruhe bringen. Oder gibt es da doch etwas? „Wenn wir am Flughafen sind und sich die Spieler vor dem Boarding noch ein wenig die Zeit vertreiben, gibt es schon hin und wieder mal eine Situation, in der ich etwas nervös werde. Vor einiger Zeit war die Ankunft eines Spielers beim Flieger schon etwas knapp“, so Rogenhofer schmunzelnd. „Aber zum Glück ist bisher immer alles gut gegangen.“

Lena Meyer

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