Nach Sieg gegen Bamberg

"Finale dahoam" für die Bayern Baskets

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Nicolo Melli (r) von Bamberg und Bryce Taylor (l) sowie John Bryant von München kämpfen um den Ball.

München - Die Basketballer von Bayern München sind nur noch einen Schritt vom ersten Pokalsieg seit 48 Jahren entfernt.

Finale! Die Bayern-Basketballer haben am Samstagnachmittag ihre große Chance genutzt. Das Team von Svetislav Pesic gewann sein Halbfinale gegen Bamberg mit 86:79 (38:39) und steht damit im Endspiel um den Pokal. Am Sonntag treffen die Münchner um 14.45 Uhr auf ALBA Berlin (79:76 gegen Frankfurt).

„Ich glaube, dass wir ein Spitzenspiel gesehen haben. Besonders was die Defensive angeht. Beide Mannschaften sind an ihre Grenzen gegangen“, lobte Svetislav Pesic. „Gegen Bamberg zu gewinnen, ist nicht einfach. Das war nahezu perfekt.“ Ganz besonders gut gefiel dem Trainer Justin Cobbs. „Er war der Kopf der Mannschaft“, so Pesic. Beste Werfer waren Dusko Savanovic und Deon Thompson (16 Punkte). Einziger Wermutstropfen: Nihad Djedovic verletzte sich erneut. Ein Einsatz beim „Finale dahoam“ im Audi Dome ist fraglich.

Bereits im Halbfinale herrschte echte Endspiel-Stimmung. Die mit 6500 Zuschauern ausverkaufte Halle bebte. FCB-Coach Svetislav Pesic hatte bereits vor der Halbfinalpartie klar gemacht: „Die Mannschaft freut sich sehr auf das Pokalwochenende und wird alles daran setzen, um das Finale zu erreichen.“

Genau dieses Vorhaben hatten die Bamberger allerdings auch. Die Franken legten von Beginn an stark los, machten das Spiel schnell und verteidigten hart. Die Folge: Ein 7:0-Lauf für das Team von Andrea Trinchieri. Es war Alex Renfroe, der die Münchner Fans erlöste und für die ersten fünf Punkte des Ausrichters sorgte.

Es folgte ein Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Ende des ersten Viertels trennten beide Teams nur drei Punkte (17:20 aus Bayern-Sicht). Und es ging weiter heiß her. Abseits des Parketts lieferten sich die mitgereisten Fans ein Lautstärke-Duell mit den Bayern-Anhängern. Auf dem Feld blieb es ebenfalls spannend. Bamberg und Bayern schenkten sich weiterhin nichts. Es blieb bei dem Kopf-an-Kopfrennen – keine Tendenz erkennbar. Mit 38:39 ging es für die Pesic-Schützlinge in die Kabine.

Auch die Statistiken waren zu diesem Zeitpunkt komplett ausgeglichen. Die Franken hatten 15 Rebounds und neun Assists auf dem Konto, München brachte es auf 14 und acht.

Das dritte Viertel gehörte John Bryant. Der FCB-Koloss hielt seine Mannschaft im Spiel, sorgte allein in diesem Abschnitt für neun Punkte und drei Rebounds.

Das entscheidende letzte Viertel begann mit einer Bamberger Mini-Führung (59:57). Es wurde noch spannender. Drei Minuten vor Schluss lagen beide Teams erneut gleich auf (71:71).

Dann legte noch einmal Thompson los und baute die Führung auf sechs Zähler aus (82:76). Bamberg arbeitete sich noch einmal heran, aber das Selbstvertrauen der Bayern war unerschütterlich. Am Ende gewannen die Münchner mit 86:79!

Lena Meyer

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