Finale um deutsche Meisterschaft

Herbe Bayern-Pleite bei Alba Berlin

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Berlins Leon Radosevic (l) im Kampf um den Ball mit Bayerns Yassin Idbihi.

Berlin - Niederlage für die Bayern-Basketballer, Pfiffe und Protest-Aktionen gegen den ehemaligen ALBA-Spieler Heiko Schaffartzik: Der Kampf um die deutsche Meisterschaft bleibt eine emotionale Angelegenheit.

Die FCB-Baskets verloren Spiel zwei der best-of-five-Serie in Berlin mit 81:95 (49:54), das erste Spiel hatten die Bayern mit 88:81 gewonnen. Vor 12 588 Zuschauern war Malcolm Delaney mit 24 Punkten erfolgreichster Werfer auf dem Parkett, für die Gastgeber traf Reggie Redding (16) am besten. Spiel drei der Serie ist am Sonntag (17.00 Uhr) im Audi Dome, am Mittwoch (19.30 Uhr) treffen sich die beiden Mannschaften dann wieder in Berlin.

In der regulären Saison hatten die Hauptstädter beide Vergleiche gegen die Bayern für sich entschieden. Schaffartzik erzielte zwölf Punkte, die Aktionen der Fans gegen ihn und die Pfiffe ertrug er äußerlich gelassen. Bei Sport1 sagte er: „Ich gehe das Ganze sehr emotionslos an. Emotionen schaden hier. Ich möchte nur gewinnen, egal ob gegen ALBA oder irgendeine andere Mannschaft.“ „Das war ein verdienter Sieg für ALBA“, ergänzte FCB-Coach Svetislav Pesic. „Wir haben heute eine Wurfquote von 60 Prozent erzielt, aber trotzdem verloren. Hierfür gibt es einen Grund und das ist die aggressive ALBA-Verteidigung gewesen. Wir haben nur reagiert und zugelassen, dass Berlin aus ihrer Defensive heraus ihr eigenes Spiel entwickelt hat.“

Sein Berliner Kontrahent Sasa Obradovic sagte: „Wir waren vom ersten Moment präsent. Wir haben besser verteidigt und bessere Würfe genommen als im ersten Spiel. Ich freue mich über den Sieg, auch wenn es nur ein Sieg in dieser Serie war. Wir fahren selbstbewusst nach München.“

Deutliche Bayern-Pleite in Berlin - Bilder

Deutliche Bayern-Pleite in Berlin

Berlin lag die meiste Zeit über in Front und zog in der zweiten Hälfte immer wieder angetrieben von Redding und dem Ex-Bayer Jan Jagla davon. Bayern hingegen bekam diesmal nie den richtigen Zugriff aufs Spiel. Insgesamt 19 Ballverluste ließen die gute Treffer-Quote (60 Prozent aus dem Feld, Berlin 55) unwichtig werden. Berlin leistete sich nur sieben Ballverluste. Gegen Ende der Partie schied dann auch noch Bayerns Bryce Taylor mit einer Schulterverletzung aus. Er war nach einem Rempler auf die ohnehin schon lädierte Schulter gefallen.

Pesic blieb aber gelassen: „Ich denke nicht, dass es etwas Schlimmes ist. Ich habe die Szene nicht gesehen, aber Bryce geht es schon wieder ganz gut, denke ich.“ Mit Blick auf Spiel drei der Serie sagte FCB-Center John Bryant: „Die Ballverluste waren der Schlüssel des Spiels, wir hatten immer wieder Ballverluste. Wir müssen am Sonntag einfach wieder besser auf den Ball aufpassen und besser verteidigen.“ Nach den vielen Fouls gegen Berlin und den Freiwürfen für Bayern in Spiel eins leitete – wie von Berlins Trainer Obradovic im Vorfeld gefordert – mit Robert Lottermoser (Bernau) Deutschlands Vorzeige-Schiedsrichter die Partie. Große Probleme hatte er nicht. Die Bayern gingen 25-Mal an die Linie, die Berliner 19-Mal. Spielentscheidend war es gestern nicht…

bb

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