tz-Check: Was Bayern in Europa erwartet

Real, rote Sterne, rote Riesen…

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Für die Bayern geht es jetzt auch in der Euroleague los

Istanbul - Auf ein Neues! Ab Freitag messen sich die Bayern-Baskets wieder mit den ganz großen Europas. Die neue Euroleague-Saison beginnt und damit gibt es die neue Chance, sich auch auf internationalem Parkett gut zu präsentieren. Was die Münchner erwartet.

Update vom 18. Mai 2017: In Istanbul findet vom 19. bis zum 21. Mai das Final Four der EuroLeague Basketball statt. So sehen Sie die Halbfinalpartien, das Spiel um Platz drei sowie das Finale im Live-Stream.

Auf ein Neues! Ab Freitag messen sich die Bayern-Baskets wieder mit den ganz großen Europas. Die neue Euroleague-Saison beginnt und damit gibt es die neue Chance, sich auch auf internationalem Parkett gut zu präsentieren.

Was in der vergangenen Spielzeit aufgrund zahlreicher Verletzungssorgen nicht funktioniert hat, soll nun im mittlerweile dritten Euroleague-Jahr der Münchner klappen: Das große Ziel ist das Erreichen der Top16 der Königsklasse. Dazu muss das Team von Svetislav Pesic, das dieses Mal dank einer Wildcard dabei ist, erst einmal die Gruppenphase überstehen. Keine leichte Aufgabe! Die Bayern haben nämlich wieder einmal eine Hammergruppe erwischt und müssen sich jeweils in einem Hin- und Rückspiel mit Top-Teams wie Fenerbahce Istanbul (heute, 18.45 Uhr), Khimki Moskau, Real Madrid, Roter Stern Belgrad und dem Underdog Straßburg IG messen. Die besten vier Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die nächste Runde. Auf was und vor allem wen sich die Münchner genau einstellen müssen? Die tz macht den Teamcheck der Bayern-Gegner.

Fenerbahce Istanbul: Los geht’s Freitag gleich mit einer echten Hausnummer im europäischen Basketball. Der türkische Topklub (der Etat wird auf 25 bis 30 Millionen Euro geschätzt, zum Vergleich: der der Bayern soll um die 16 bis 17 Millionen liegen) stand vergangene Saison im Final Four der Euroleague, scheiterte dann aber am späteren Titelträger Real Madrid. Den Sommer nutzte der Verein, um sich noch einmal zu verstärken. Spieler wie der griechische Guard Kostas Sloukas ­(Piräus) und US-Spielmacher Bobby ­Dixon wurden verpflichtet. Bayerns Nihad Djedovic sagt: „Fenerbahce ist auf allen Positionen gleich mit zwei überragenden Spielern besetzt. Für einen Auswärtssieg müssen wir 100 Prozent geben.“ Die türkischen Fans sind bekannt für ihren ausgeprägten Enthusiasmus, die Halle von Fenerbahce, die 13 500 Zuschauer fasst, für die hitzige Atmosphäre.

Real Madrid: Der aktuelle Euroleague-Champion, spanische Meister und Pokalsieger. Real hat in der vergangenen Saison alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Kein Wunder. Der Etat der Spanier ist hoch: Er soll bei etwa 35 Millionen Euro liegen. Im Kader der Spanier: Topspieler wie Sergio Llull und Rudy ­Fernandez.

Khimki Moskau: Dass es in der russischen Liga nicht am nötigen Kleingeld mangelt, um Topspieler anzulocken, ist bekannt. In den Reihen von Khimki Moskau, dem Eurocup-Sieger der vergangenen Saison, finden sich Spieler wie Ex-Bayer Tyrese Rice und Paul Davis. Geschätzter Etat: 35 bis 38 Millionen Euro.

Roter Stern Belgrad:  Der Ex-Klub von FCB-Cheftrainer Svetislav Pesic und serbischer Double­sieger der vergangenen Saison. Zwar liegt der Belgrader Kader etatmäßig wohl unter dem der Bayern, der Verein setzt weniger auf Importspieler – dennoch sind die Serben immer für eine Überraschung gut, die Fans mindestens genauso enthusiastisch wie die von Fenerbahce. Ex-Bamberger Maik Zirbes steht seit Beginn der vergangenen Saison im Kader von Roter Stern.

Straßburg: Hier sind zwei Siege Pflicht. Zwar handelt es sich bei Straßburg um Frankreichs Cupsieger. Trotzdem liegt die Mannschaft spielerisch, etatmäßig und qualitativ unter den Bayern.

lm

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