"Es gibt keine bessere Medizin als Siege"

+
Obenauf: Dirk Bauermann und sein Team

München - Die Bus-Fahrt war lang für die Bayern-Basketballer, doch sie hatten ein Erfolgserlebnis im Gepäck. Dirk Bauermann verrät, warum er seinem Team ein kurzzeitiges iPhone-Verbot gegeben hat.

Die Bus-Heimreise endete erst um vier Uhr in München. Dafür aber hatten die Bayern-Basketballer ein Erfolgserlebnis im Gepäck, das sie während dieser BBL-Saison lange vermisst haben und seit Kurzem regelmäßig erleben: einen Auswärtssieg. Der 80:71 (35:35)-Erfolg in Gießen war der dritte Triumph in Serie in fremder Halle.

1,2 Meter Beinfreiheit: Der neue Mannschaftsbus der Bayern-Basketballer

Die Bayern-Basketballer haben am 10. Oktober ihren Mannschaftsbus entgegengenommen. Das Gefährt ist mit vielen Extras speziell für große Basketballspieler ausgestattet und bietet seinen Gästen eine Beinfreiheit von 1,2 Metern. © dpa
Die Bayern-Basketballer haben am 10. Oktober ihren Mannschaftsbus entgegengenommen. Das Gefährt ist mit vielen Extras speziell für große Basketballspieler ausgestattet und bietet seinen Gästen eine Beinfreiheit von 1,2 Metern. © dpa
Die Bayern-Basketballer haben am 10. Oktober ihren Mannschaftsbus entgegengenommen. Das Gefährt ist mit vielen Extras speziell für große Basketballspieler ausgestattet und bietet seinen Gästen eine Beinfreiheit von 1,2 Metern. © dpa
Die Bayern-Basketballer haben am 10. Oktober ihren Mannschaftsbus entgegengenommen. Das Gefährt ist mit vielen Extras speziell für große Basketballspieler ausgestattet und bietet seinen Gästen eine Beinfreiheit von 1,2 Metern. © dpa

„Es gibt im Sport keine bessere Medizin als Siege selber, insofern wächst das Selbstvertrauen spürbar“, sagte Dirk Bauermann. „Andererseits hat die Mannschaft immer sehr hart gearbeitet und war sich sicher, dass der Knoten auswärts platzen würde. Insofern bin ich froh, dass die Jungs für diese Hartnäckigkeit und das Zusammenstehen mit den Siegen belohnt werden. Das haben sie wirklich verdient.“

Chevon Troutman (19 Punkte), Jared Homan (18) und Je’Kel Foster (14) übertrafen in Gießen die Zehn-Punkte-Marke. Homan verbuchte zudem zwölf Rebounds – Spieltagsbestwert in der BBL. Bauermann über sein US-Duo am Brett: „Jared und Chevy entwickeln sich ein wenig zu einem zweiköpfigen Monster unterm Korb. Man merkt, dass da immer mehr etwas zusammenwächst.“

Im Gegensatz zu früheren Auswärtsspielen ließen sich die Bayern erneut nicht von der aufgeheizten Atmosphäre (die Halle in Gießen war mit 4000 Zuschauern ausverkauft) aus dem Konzept bringen. Und auch wenn die drei Auswärtssiege in Serie gegen Kellerkinder (Hagen, Ludwigsburg, Gießen) gelangen – die Bayern wirken stabiler, schließlich fiel in diese Serie von Auswärtsspielen noch das 97:70 gegen Artland.

Tabellensechster sind die FCB-Baskets jetzt und haben sechs Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz, aber nur zwei Rückstand auf den Fünften Würzburg. Und der ist am Sonntag im ausverkauften Audi Dome der nächste Gegner. Platz fünf ist also in Reichweite – und der wiederum würde die Bayern in der ersten Playoff-Runde mit Artland zusammenführen, dem schlagbarsten Team aus den Top vier.

Bauermann dazu: „Ich habe den Spielern verboten, direkt nach dem Spiel in Gießen die iPhones anzuschalten und zu gucken, was haben die anderen gemacht? Dass man natürlich auch hin und wieder auf die Gegner guckt, wo die so stehen, das ist ja klar – aber man soll es nicht übertreiben…“

lm, bb

Auch interessant

Meistgelesen

Zipser: Ohne Hoeneß gäbe es in München kein Profi-Basketball
Zipser: Ohne Hoeneß gäbe es in München kein Profi-Basketball

Kommentare