Erstes Gipfeltreffen

Giftpfeile fliegen wieder zwischen Bayern und Alba

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Szene aus dem BBL-Finale 2014: Bayerns Deon Thompson (l.) wirft einen Korb. Berlins Clifford Hammonds (oben) und David Logan haben das Nachsehen.

Berlin - Bayern will weiter Titel sammeln, Alba sieht sich in der Rolle des Spielverderbers. Zur Saisoneröffnung duellieren sich beide Klubs um den Champions Cup der Basketball-Bundesliga.

Schon vor dem ersten Gipfeltreffen flogen wieder die Giftpfeile. „Ich freue mich, wenn die Bayern in 25 Jahren unsere Titelbilanz haben“, sagte Geschäftsführer Marco Baldi von Alba Berlin vor dem Duell des Pokalsiegers mit Meister Bayern München am Samstag (20.30 Uhr). Der Gewinner sichert sich den Champions Cup der Basketball-Bundesliga - doch im Duell der Erzfeinde geht es mittelfristig um die Vormachtstellung in Deutschland.

„Wir wollen eine nicht wegzudenkende Institution sein. Von uns profitiert die ganze Bewegung, das war immer unser Ziel“, sagte Baldi. Der Hauptstadtklub startet in diesen Tagen in seine 25. BBL-Saison, holte in dieser Zeit acht Meisterschaften und acht Pokalsiege. Doch der finanzkräftige Emporkömmling Bayern hat Alba den Rang abgelaufen, feierte in der Vorsaison seine erste Meisterschaft. „Oberste Priorität hat natürlich die Titelverteidigung“, sagte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic vor der Neuauflage der vergangenen BBL-Finalserie (3:1 für München).

Das Duell zwischen Berlin und München hat es in sich. Viele Bayern-Profis spielten einst in Berlin, zuletzt wechselte Jan Jagla zurück an die Isar. Auch Trainer Svetislav Pesic sowie Assistenzcoach und Bundestrainer Emir Mutapcic feierten an der Spree große Erfolge. Doch vor allem für Heiko Schaffartzik dürfte die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte ungemütlich werden. Der gebürtige Berliner hatte die Alba-Fans im BBL-Finale der Vorsaison provoziert, diese hatten wiederum Schaffartziks altes Trikot an ein Kreuz gehängt.

Während sich die Münchner vor dem ersten Spiel der Saison mit Provokationen zurückhielten, stichelte auch Albas Aufsichtsratsvorsitzender Axel Schweitzer. Wer wie Bayern an der Spitze steht, muss „die Entwicklung vorantreiben und nicht drei Jahre mit Geld um sich zu werfen“, sagte Schweitzer: „Wir wollen natürlich gewinnen, aber wir wollen uns als nachhaltiger Marktführer im Bereich Basketball entwickeln.“

Die Alba-Verantwortlichen zweifeln offenbar daran, dass sich die Bayern langfristig an der Spitze festsetzen. In München lässt man sich von den Angriffen aber zumindest momentan nicht ablenken, stattdessen haben Pesic und Co. erstmals das Double im Blick. „Wir wollen auch versuchen, den deutschen Pokal endlich mal wieder nach München zu holen“, sagte Pesic. In den vergangenen beiden Jahren ging die Trophäe jeweils nach Berlin.

Während die Bayern, die sich unter anderem mit dem serbischen Vizeweltmeister Vladimir Stimac (Malaga) und Anton Gavel (Bamberg) verstärkten, gut durch die Vorbereitung gekommen sind, plagen die Hauptstädter Verletzungssorgen. Erst in dieser Woche verpflichteten die „Albatrosse“ Marko Banic und Alex Renfroe nach. Auch deswegen will man den Champions Cup, das Duell zwischen Meister und Pokalsieger, nicht überbewerten. „Für uns gehört das noch zur Vorbereitung“, sagte Baldi.

SID

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