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Kopfsache! Psychologe soll den Bayern helfen

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Jared Homan war gegen Frankfurt noch der beste Bayer-Basketballer © Archivfoto: Getty

München - Die krasse Auswärtsschwäche der FC-Bayern-Basketballer setzt sich in den Köpfen der Spieler fest. Trainer Dirk Bauermann will nun einen Psychologen zu Rate ziehen.

Spiele werden im Kopf entschieden – für die Bayern-Basketballer wird das immer mehr zur bitteren Gewissheit: Während das Team von Coach Dirk Bauermann am vergangenen Mittwoch beim 87:83 daheim gegen Ulm demonstriert hatte, was spielerisch alles möglich ist, holte es am Samstag in Frankfurt der bittere Auswärtsfluch wieder ein: 49:68 bei der Mannschaft mit der zweitschlechtesten Heimbilanz! Für die Münchner war es die höchste Niederlage der gesamten Saison, daran konnte auch Topscorer Jared Homan (17 Punkte) nichts ändern.

Fotos vom Heimsieg gegen Ulm

„Das war eine enttäuschend schlechte Leistung der Mannschaft“, sagte Bauermann zur tz. „Wir haben den Ball nicht gut bewegt und sind in übertriebene Einzelaktionen gefallen. So haben wir in der gesamten Saison noch nicht gespielt.“ Die Gründe für die Probleme liegen weiterhin außerhalb des Audi Dome. Bauermann: „Wenn das Gleiche zu Hause passiert wäre, müsste man länger suchen. So aber ist klar: Die Ursache liegt in den Köpfen. Da hat sich eine Blockade festgesetzt. Das ging bei der Niederlage im ersten Spiel der Saison in Bonn los und nun hat sich eine Dynamik entwickelt, die hat sich fast schon verselbstständigt.“

Um die Kontrolle zu behalten, wird der Coach nun an zwei Punkten einhaken: „Zunächst helfen natürlich die kleinen Sachen: Ich werde mit Je’Kel Foster darüber reden, dass er Verantwortung übernehmen muss. Es bringt nichts, aus 40 Metern einfach auf den Korb zu ballern. Das hat was von Verzweiflung.“ Und auch mit Kapitän Steffen Hamann müsse etwas besprochen werden, so der Coach: „Wenn der ein oder andere überhastet aus Abläufen aussteigt, muss Steffen als Kapitän die Mannschaft führen.“

Allerdings gibt es noch einen tiefergehenden Lösungsansatz. „Man muss überlegen, die Zusammenarbeit mit einem Sportpsychologen anzustreben. Diesen Gedanken habe ich schon seit einigen Wochen und ich glaube, man muss das tun“, so Bauermann zur tz. „Aber das darf kein Aktionismus sein. Da braucht man höchste Seriosität und da bin ich auf der Suche. Mehr will ich dazu nicht sagen, um das Thema nicht aufzubauschen.“

lm

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