Saisonhalbzeit für die FCB-Baskets

Bryant: Zurück im Rhythmus

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Wieder in der Spur: Center John Bryant

München - Saisonhalbzeit für die FCB-Baskets! Wie es jetzt weitergeht und warum Center John Bryant zu seinem Rhythmus gefunden hat.

Saisonhalbzeit für die FCB-Baskets! Zumindest, was die reguläre Spielzeit der Bundesliga angeht. Das bisherige Fazit? Ulm-bedingt so weiter machen wie am Sonntag. Da fuhr das Team von Svetislav Pesic gegen die Schwaben den sechsten Sieg in Folge ein (101:85). Besonders beeindruckend: die Leistung im ersten Viertel, als die Bayern ihre Gäste komplett überrannten und 31 Punkte innerhalb von zehn Minuten machten. Ulm-Trainer Thorsten Leibenath musste zugeben: „Wenn man im ersten Viertel einen derartigen Lauf der Münchner zulässt, ist es nahezu unmöglich, das Spiel noch zu drehen. Das müssen wir nächstes Mal besser machen.“

Das nächste Mal kommt schnell. Weil Ulm in derselben Eurocup-Gruppe wie Bayern ist, und ja auch noch das BBL-Rückspiel ansteht (7. Februar), treffen beide Teams in den nächsten sechs Wochen noch weitere drei Male aufeinander (13. Januar und 10. Februar). Genau das ist auch der Grund, warum die Münchner nach ihrem souveränen Sieg am Sonntag nicht zu viel Euphorie zulassen wollten. FCB-Center John Bryant meinte: „Wir haben heute besonders im ersten Viertel eine gute Leistung gezeigt. Aber Ulm wird das nicht auf sich sitzen lassen. Besonders daheim sind sie sehr stark!“

Der US-Profi weiß, wovon er spricht. Schließlich war Bryant von 2010 bis 2013 Teil des Ulmer Teams. „Ich habe dem Verein und den Verantwortlichen dort sehr viel zu verdanken. Ulm hat mich als Spieler dahin gebracht, wo ich heute bin.“ Am Sonntag steuerte Bryant 12 Punkte und elf Rebounds zum Sieg gegen sein Ex-Team bei. Der Center, der besonders zu Beginn der Saison mit großen Problemen zu kämpfen hatte und sogar öffentlich kritisiert wurde (Pesic: „Bryant weint mehr, als das er spielt“), findet mehr und mehr zu seiner Form. „In den letzten Wochen ist es mir gelungen, wieder in meinen Rhythmus zu kommen“, so Bryant. „Es gibt zwar immer Luft nach oben, aber ich fühle mich nun sehr viel besser.“

Der Grund für sein Saisontief sei – anders als öffentlich kommuniziert – eher mentaler Natur gewesen. „Physisch hatte ich keine allzu großen Probleme. Es gab ein paar persönliche Dinge “, sagte der Center offen. Wie er diese Probleme überwinden konnte? Bryant: „In dieser Phase haben mir besonders meine Freundin und meine Familie geholfen. Es war mir wichtig, das Ganze vom Team und dem Trainerteam fernzuhalten. Jetzt ist alles wieder in Ordnung und ich kann mich voll und ganz auf den Sport konzentrieren.“

Und mit dem geht es bereits am Mittwoch weiter. Um 18.00 Uhr steht das erste Eurocup-Spiel der Last 32 bei Banvit Bandirma an. Worauf es dann ankommt? „Wir müssen so spielen, wie im ersten Viertel gegen Ulm“, meinte Bryant. „Und dieses Level konstant halten. Das wird schwierig, ist aber möglich.“

Lena Meyer

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