Marko Pesic über Ulm, Kleber & einen Neuen

"Jetzt müssen wir nachlegen!"

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Marko Pesic (l.) mit Trainer Svetislav Pesic

München - Ulm, die Zweite! Am Mittwoch trifft das Team von Svetislav Pesic schon wieder auf die Schwaben. Dieses Mal im Eurocup.

„Es wird ein ganz anderes Spiel werden als zuletzt in der Bundesliga.“ Svetislav Pesic, Cheftrainer der FC Bayern Baskets, will die Spannung vor dem Eurocup-Heimspiel gegen Ulm Mittwoch um 20.00 Uhr hoch halten. Obwohl – oder gerade weil – es gerade einmal zehn Tage her ist, dass sein Team die Schwaben in der Bundesliga mit 101:85 aus der Halle gefegt hat. Die Münchner Verantwortlichen sind sich sicher, dass man dieses Mal ein anderes Ulmer Team auf dem Parkett sehen wird. Geschäftsführer Marko Pesic erklärt’s. „Natürlich handelt es sich um die gleiche Mannschaft und dieselben Spieler. Dennoch bin ich mir sicher, dass Thorsten Leibenath (Cheftrainer der Schwaben, d. Red.) seine Schlüsse aus dem Liga-Spiel gezogen hat. Wenn zwei Mannschaften innerhalb so kurzer Zeit mehrfach gegeneinander spielen, können sich die jeweiligen Teams natürlich viel besser aufeinander einstellen“, so der Ex-Nationalspieler zur tz.

Schon nach dem ersten Duell vor eineinhalb Wochen hatte Leibenath angekündigt, seine Lehren aus der Niederlage ziehen zu wollen. Diese Möglichkeit steht allerdings auch den Bayern frei. Marko Pesic: „Wir haben eine gute Partie gegen Ulm abgeliefert und hatten vor allem die Spieler in der Distanz absolut im Griff. Unter den Körben lief es noch nicht hundert-prozentig. Das wollen wir dieses Mal besser machen.“

Im Gegensatz zu den Ulmern, die ihr erstes Gruppenspiel im Eurocup gegen Bilbao deutlich verloren haben, können die Münchner mit einem Sieg im Gepäck an den Start gehen. Die Pesic-Schützlinge gewannen in der vergangenen Woche zum Auftakt gegen Banvit Bandirma (Türkei). „Das war natürlich ein ganz wichtiger Erfolg für uns. Bandirma ist eine sehr starke Heimmannschaft, bei der es auch die anderen Teams schwer haben werden“, sagt der FCB-Geschäftsführer zur tz. „Für uns ist es nun wichtig, daheim nachzulegen.“ Obwohl die Prioritäten der Bayern nach wie vor auf den nationalen Wettbewerben liegen, soll in diesem Jahr auch europäisch ein Schritt nach vorn gemacht werden. Marko Pesic: „In der vergangenen Saison sind wir im Achtelfinale gegen Valencia ausgeschieden. Es wäre schön, wenn es dieses Mal weitergehen würde.“

Die Mannschaft ist jedenfalls hochmotiviert. Nach der Allstar-Pause konnten auch Alex Renfroe (bekam in Bandirma einen Schlag gegen das Knie) und Dusko Savanovic (Rückenprobleme) wieder ins Training einsteigen. Die Chancen stehen gut, dass beide heute im Kader der Roten sind. Auch Maximilian Kleber könnte sein Comeback und seine FCB-Premiere feiern. Der Power Forward war im vergangenen Sommer an die Isar gewechselt, absolvierte aber aufgrund einer langwierigen Fußverletzung noch kein Spiel. „Es war gut, dass wir uns ganz bewusst Zeit gelassen haben. Mittlerweile trainiert Maxi länger als eine Woche mit der Mannschaft und macht einen guten Eindruck. Ich denke, dass er gegen Ulm – spätestens aber am Sonntag gegen Bremerhaven – erstmals zum Kader gehören wird“, sagt Geschäftsführer Pesic. Ob man noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv wird, will der Geschäftsführer deshalb offen lassen: „Wir behalten den Markt weiter im Auge. Ich denke aber, dass es keine kurzfristigen Entscheidungen geben wird.“ Auch auf welcher Position man gegebenenfalls noch einmal nachrüsten werde, sei offen. Marko Pesic: „Wir warten jetzt erst einmal Maxis Comeback ab und schauen dann, ob eine weitere Verpflichtung nötig ist.“ Einen ersten Hinweis könnte es schon Mittwoch Abend geben.

Lena Meyer

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