Es gibt eine eigene Schminkvorschrift

Hinter den Kulissen bei den Bayern-Cheerleadern

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München - Ein bisschen Turnen? Die FC-Bayern-Cheerleader machen viel mehr! Wir durften sie hinter den Kulissen besuchen - und erfuhren, dass es sogar eine eigene Schminkvorschrift gibt.

Noch zwei Stunden bis zum Tip-off. Die Spielfläche des Audi Dome ist noch nicht komplett ausgeleuchtet, nur vereinzelt laufen Personen umher. Schwer vorstellbar, dass in wenigen Stunden 6700 Zuschauer ihr Team von den Rängen aus anfeuern werden. Das ist der ganz normale Anfang eines Arbeitstages der Munich Cheer Allstars, dem Cheerleader-Team der Bayern-Basketballer. Schließlich will auch ihre Performance bei allen Heimspielen der Roten Riesen, die am Samstag um 19 Uhr (live bei Sport1) auswärts in Quakenbrück ran müssen, gut vorbereitet sein. Unter der Leitung des Trainerteams, bestehend aus Denise Kustatscher, Stephanie Knogl und Christian Rossmanith, beginnt das Warm-up. Kustatscher: „Vor jedem Auftritt werden die einzelnen Choreografien, die während der Spielzeit gezeigt werden, mehrmals durchgegangen.“

Und korrigiert, wenn es sein muss. Kustatscher gibt laut Anweisungen, verpasst ihrem Team den letzten Schliff. Die Show-Mannschaft der Cheerleader, die bei den Spielen auftritt, besteht in der Regel aus 25 Sportlerinnen. „Zunächst einmal sind wir ein ganz normaler Sportverein. Wir legen ebenfalls viel Wert auf die Meisterschaften im Cheerleading, wollen dort möglichst gut abschneiden. Im Audi Dome darf jede dabei sein, die Lust und Zeit hat und die Choreografien umsetzen kann.“

Rote Multitalente: Hinter den Kulissen bei den FC-Bayern-Cheerleadern

Rote Multitalente: Hinter den Kulissen bei den FC-Bayern-Cheerleadern

Keine einfacher Job: Tänze in den Viertelpausen, Stunts während der Time-outs und Pyramiden bei sämtlichen gegnerischen Freiwürfen… Die Athletinnen haben einiges zu leisten. Kustatscher: „Das Cheerleading verbindet Kunstturnen, Tanzen, Gymnastik – all diese Bereiche spielen eine Rolle.“ Eine Altersgrenze gibt es übrigens nicht.

Nach dem Warm-up, das bereits im kompletten Show-Outfit absolviert wird, geht es in die Kabine. Viel Zeit zum Schminken bleibt nicht. Dabei gibt es aber klare Vorschriften: „Die Mädchen sollen immer einheitlich geschminkt sein. Im Moment ist die Vorgabe: Ein roter Lippenstift und silberner Lidschatten. Die Haare sind dabei offen“, erklärt die Trainerin.

Nun ist es nicht mehr lang bis zur Eröffnungsshow. Die Sportlerinnen, die beim Einlauf der Basketball-Spieler auf dem Parkett stehen, müssen als Erste raus. Aufgeregt sind die Allstars aber nicht besonders. „Natürlich ist immer ein wenig Vorfreude dabei. Aber mittlerweile haben wir uns an das große Publikum gewöhnt“ – da sind sich alle Tänzerinnen einig. Der Rest des Teams reiht sich an den Seiten des Spielfelds auf. Und dann geht es auch schon los. Während des gesamten Spiels ist bei den Damen Konzentration gefragt. Denn auch wenn die Cheerleader nicht auf dem Spielfeld stehen, ist ihr Auftritt nicht unterbrochen. Vom Rand des Parketts aus wird konsequent angefeuert. „Es bringt uns viel Spaß, und wir freuen uns, ebenfalls ein Teil der Bayern-Familie zu sein“, so Kustatscher.

Das Spiel ist vorbei, der Audi Dome leert sich. Feierabend? Nichts da! Für die Munich Cheer Allstars geht es in die zweite Runde: Nach dem Spiel findet das eigentliche Training statt. Also heißt es: kurz umziehen und wieder aufwärmen. „Schließlich müssen wir uns auch auf die anstehenden Wettbewerbe wie Meisterschaften sowie weitere Auftritte vorbereiten“, so Kustatscher. Und deshalb wird noch einmal zwei Stunden konzentriert trainiert. Kustatscher: „Wir wollen uns schließlich ständig weiterentwickeln – genauso wie das Basketball-Team.“

Lena Meyer

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