"Er bringt Energie aufs Spielfeld"

Nach FCB-Sieg: Sonderlob für starken Renfroe

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Überzeugte: Alex Renfroe (2.v.r).

Frankfurt/Main - Titelanwärter Bayern München ist gleich zum Auftakt der 50. Bundesligasaison auf Betriebstemperatur gekommen. Für Renfroe gab es Sonderlob.

Beim ungefährdeten 82:56-Sieg gegen Pokalsieger EWE Baskets Oldenburg liefen bei den Münchener Korbjägern vor allem die Neuzugänge richtig heiß.

Der von Real Madrid verpflichtete K.C. Rivers war mit 21 Punkten auf Anhieb Topschütze, der vom Titelrivalen ALBA Berlin gekommene Alex Renfroe stand ihm mit 15 Zählern kaum nach. „Wir wollten den Fans im ersten Spiel eine gute Show bieten. Für das erste Mal war es nicht schlecht“, sagte Rivers nach dem souveränen Auftritt am Freitagabend.

Die 5811 Zuschauer, unter ihnen Tennis-Ass Sabine Lisicki und Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß, wurden gut unterhalten. Auch ohne ihren gesperrten Chefcoach Svetislav Pesic setzten die Bayern vor allem in der Defensive die erhofften Akzente. „Letztes Jahr waren wir mit der Abwehrarbeit nicht zufrieden. Heute war das sehr gut. Diesen Weg wollen wir weitergehen“, erklärte Co-Trainer Emir Mutapcic.

Auch offensiv überzeugte der Vizemeister. „Wir haben den Ball gut bewegt und dadurch gute Würfe kreiert“, lobte Mutapcic. Ein Extra-Lob gab es von Sportdirektor Marko Pesic für Renfroe: „Alex ist ein hervorragender Teamspieler, der die Energie aufs Spielfeld bringt. Er zieht die anderen mit und ist schon eine Führungsfigur.“

Beim Wies'n-Heimspiel gaben die Münchener damit eine passende Antwort auf den ebenso starken Saisonstart von Titelrivale ALBA Berlin. Die Hauptstädter hatten 24 Stunden zuvor ratiopharm Ulm mit 74:54 abgefertigt. „Ein toller Sieg meines Teams, den ich nach unserer schwierigen Vorbereitung so nicht erwartet hatte“, stellte ALBA-Coach Sasa Obradovic fest.

Pesic zeigte sich wenig überrascht vom deutlichen Erfolg der Berliner. „Die haben herausragende Spieler. Man muss mit ihnen rechnen“, sagte der Bayern-Sportdirektor. Im Meisterschaftsrennen hat er neben Titelverteidiger Bamberg aber auch noch einen anderen Konkurrenten auf dem Zettel. „Frankfurt ist für mich eine Mannschaft, die schon viel Kontinuität hat und mit der man rechnen muss.“

Beim 67:59-Auswärtssieg in Bremerhaven deuteten die Hessen, die ohne ihre verletzten Nationalspieler Danilo Barthel (Rücken) und Johannes Voigtmann (Knie) auskommen mussten, ihr Potenzial an. „Es war sicher nicht das schönste Basketballspiel. Ich denke aber, dass es uns ganz gut gelungen ist, das Tempo zu kontrollieren“, sagte Frankfurts Trainer Gordon Herbert.

dpa

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