Trainerwechsel beim FC Bayern Basketball

Djordjevic entlassen – nun soll Radonjic folgen

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ratiopharm Ulm - FC Bayern München

München - Seit Donnerstag ist klar: Der FC Bayern Basketball und Chefcoach Sasa Djordjevic gehen getrennte Wege. Sein Nachfolger soll bereits feststehen.

Seit Donnerstag ist klar: Der FC Bayern Basketball und Chefcoach Sasa Djordjevic gehen getrennte Wege. Die Meldung, dass der Verein trotz Pokalerfolg und Tabellenführung seinen Trainer entlässt, schlug große Wellen. Bei den Fans löste die Nachricht Fassungslosigkeit und Unverständnis aus.

Gerüchte, dass es im Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft sowie Trainer und Führungsetage nicht zum Besten stand, existierten bereits seit vergangenem Sommer. Und dennoch wurde Mitte dieser Saison von den Verantwortlichen betont, dass man sich gerne in Vertragsverhandlungen mit Djordjevic begeben würde, dessen Kontrakt Ende dieser Spielzeit ausläuft.

Was nun überrascht, ist der Zeitpunkt der Trennung. Gut vier Wochen bleiben den Bayern bis zum Playoff-Start. „Ich habe großes Verständnis dafür, dass diese Entscheidung eine unpopuläre ist. Aber wir, die die Verantwortung tragen, haben alles analysiert, was in den vergangenen Wochen passiert ist. Wir haben uns entschieden, dass wir nun einen Schritt machen müssen“, sagte FCB-Geschäftsführer Marko Pesic. Der nächste Schritt lautet nach tz-Informationen Dejan Radonjic. Der ehemalige Trainer von Roter Stern Belgrad führte sein Ex-Team drei Mal zur Meisterschaft und dem Pokalsieg. Er trainierte Maik Zirbes und Stefan Jovic und kennt auch Vladimir Lucic und Marko Pesic gut. Der 48-Jährige soll bereits am Mittwoch beim Heimspiel gegen Ulm (20.30 Uhr) an der Seitenlinie stehen.

Was bleibt, ist die Frage nach dem Warum. Es gebe keine aktuellen Auslöser, sagen die Verantwortlichen. Pesic: „Ich bin keine Person, die Entscheidungen von dieser Tragweite emotional trifft. Wir müssen sehen, dass sich die Mannschaft verbessert und zwar nicht nur, was die Ergebnisse angeht.“ Die Leistung des Teams habe in den vergangenen Wochen nachgelassen, so Pesic. Hinzu kamen strittige Entscheidungen Djordjevics, beispielsweise, was Auszeiten anging. Alles gipfelte am Sonntag gegen ALBA. Einige Bayern verloren die Nerven, ließen sich zu sehr unsportlichen Aktionen hinreißen. „Die Mannschaft hat ein Gesicht gezeigt, dass ich nicht erlauben werde, für das ich nicht stehen kann“, sagte Pesic. 

Es musste die Reißleine gezogen werden. Laut tz-Informationen hatte Sasa Djordjevic eine Klausel im Vertrag, die ihm eine automatische Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr zusicherte, sollte er das Team zur Meisterschaft führen. Die Verantwortlichen waren sich aber sicher, dass ein Fortführen dieser Arbeit intern nicht mehr möglich sei. Vor allem hinsichtlich der Kommunikation gab es Probleme. Pesic: „Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, um mehr Informationen nach Außen zu tragen. Im Sommer können wir genauer über diese Phase sprechen.“

Die Spieler müssen am Samstag erst einmal in Oldenburg ran. Assistenzcoach Emir Mutapcic übernahm interimsweise.

Lena Meyer

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