Trotzdem: Positives Top-Four-Fazit

So will Bayern aus dem Pokaltief raus

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Maxi Kleber (l.)

München - Die Enttäuschung der Bayern nach dem verlorenen Pokalfinale ist groß. So wollen die Münchner das Tief überwinden.

„Das war ein herzzerreißender Moment. Es fällt schwer, in Worte zu fassen, wie enttäuscht wir alle sind.“ Obwohl Justin Cobbs erst seit Beginn 2016 für die Bayern auf dem Parkett steht, hat es ihn schon längst angesteckt – das Bayern-Gen. Und so war die Trauer über das verlorene Pokalfinale dahoam am vergangenen Sonntag beim FCB-Aufbauspieler genauso groß wie bei seinen Teamkollegen.

„Es wurde zunächst gar nicht viel gesprochen“, erklärte ­Cobbs. „Das war eine einmalige Gelegenheit. Wir wollten den Pokal in der eigenen Halle gewinnen.“ Am Ende war es ausgerechnet „Intimfeind“ ALBA Berlin, der den Münchnern einen Strich durch die Rechnung machte. Besonders bitter: Zwei Pünktchen machten am Sonntag den Unterschied (65:67) – und verhinderten das erfolgreiche Ende für die Bayern beim ersten großen Sportevent im Audi Dome seit der Basketball-EM 1993.

„Uns blutet das Herz, aber das ist Sport“, schrieb der Verein am Montagnachmittag in einem öffentlichen Brief an seine Fans. Auch FCB-Vizepräsident Rudolf Schels fand tröstliche Worte. „Es tut mir unendlich leid, für die Mannschaft, die Fans und alle Organisatoren dieses Pokal-Wochenendes. Die Verantwortlichen haben tolle Arbeit geleistet und so viel Herzblut in die Vorbereitungen des Top Fours gesteckt.“ Dass es am Ende knapp nicht gereicht habe, sei enttäuschend, so Schels. „Aber das ist eben Basketball. Da können zwei Punkte den Unterschied machen“, so der Vizepräsident.

Insgesamt fällt das Fazit zum Pokal-Wochenende – abgesehen vom sportlichen Ausgang – also positiv aus: Die Abläufe funktionierten, die Fans erschienen zahlreich (an beiden Tagen war die Halle mit 6500 Zuschauern ausverkauft) und sogar ein leckendes Heizungsrohr tat der guten Stimmung keinen Abbruch. „München hat ein grandioses Basketballfest gefeiert, daran ändert auch ein geplatzter Titeltraum nichts – und auch nicht die Schrulligkeit einer Hallenpumpe“, schrieben die Bayern in ihrem Brief. Der Zuspruch der Fans sei beeindruckend gewesen, heißt es weiter.

Und genau auf diesen Zuspruch setzen Verein, Spieler und Trainer auch in Zukunft. „Wir müssen dieses Finale nun verarbeiten“, sagte FCB-Coach Svetislav Pesic. „Dann werden wir wieder voll angreifen.“ Und zwar schon am Mittwoch bei ALBA Berlin! Denn wie der Zufall es wollte, treffen die Münchner in den drei kommenden Spielen auf die Berliner: Morgen steht das erste Eurocup-Achtelfinale an (19.30 Uhr), am Dienstag, 1. März (20.00 Uhr), findet das Rückspiel statt. Beide Partien werden live bei Eurosport übertragen. Zwischendrin – am Sonntag (17.00 Uhr) – gibt es noch ein Ligaspiel gegen die Hauptstädter. Reichlich Möglichkeiten für eine Revanche – und reichlich Möglichkeiten, das gebrochene Bayern-Herz mit Erfolgen zu kitten.

Lena Meyer

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