Hoeneß über Bayern-Trainer

"Pesic rotiert fast wie Jupp Heynckes"

Der Unüberwindbare: Homan (l.) war defensiv einer der stärksten Bayern. Foto: Matthias

München - Beim Sieg gegen Bayreuth rotierte Trainer Svetislav Pesic sein Ensemble immer wieder kräftig durch. „Fast so wie Jupp Heynckes“, wie Präsident Uli Hoeneß befand.

In der Schlussphase war die gute Laune doch noch in den Audi Dome zurückgekehrt. Die 6700 Zuschauer in der zum dritten Mal in Folge ausverkauften Arena standen auf ihren Sitzen und beklatschten, was plötzlich wieder so souverän aussah. 84:72 (49:39) hatten die Basketballer des FC Bayern am Ende auch den BBC Bayreuth geschlagen. Das siebte Erfolgserlebnis in Folge für die Münchner, die sich damit vor der nun anstehenden Pause am All-Star-Wochenende weiter in der Spitzengruppe der BBL festgesetzt haben. Da wollte sich auch Klubchef Uli Hoeneß versöhnlich geben. „Heute war es vielleicht nicht spektakulär, aber wir gewinnen jetzt auch die Spiele, in denen es nicht so läuft“, befand der Bayern-Präsident, „wir sind natürlich sehr zufrieden.“

Allerdings war das Duell mit den Franken doch ein weit härteres Stück Arbeit gewesen, als die Bayern das vielleicht selbst erwartet hatten. Drei Viertel lang fanden die Bayreuther immer wieder Wege, wie dem vermeintlichen Team der Stunde in der Bundesliga weh zu tun war. Spielte in der Offensive kompakt, setzte die Bayern defensiv teilweise schon in der eigenen Hälfte unter Druck.

Was den Männern um Spielmacher Tyrese Rice vor allem im dritten Spielabschnitt wenig schmeckte. Ganze 16 Zähler sammelte die zuletzt so effektive Münchner Punktefabrik in dieser Phase an, und Bayreuth pirschte sich bis auf einen Punkt heran (59:60). „Wir haben drei Viertel lang nicht das gespielt was wir können“, sagte Nationalspieler Robin Benzing, der mit 16 Punkten einmal mehr der treffsicherte Münchner war, „wir hatten einfach nicht die Intensität, ich kann es mir nicht erklären.“

Bilder: Bayern siegen souverän gegen Bayreuth

Die Bayern-Basketballer haben ihre starke Serie in der BBL fortgesetzt und auch gegen BBC Bayreuth einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Bilder vom Spiel sehen Sie hier. © sampics
Die Bayern-Basketballer haben ihre starke Serie in der BBL fortgesetzt und auch gegen BBC Bayreuth einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Bilder vom Spiel sehen Sie hier. © sampics
Die Bayern-Basketballer haben ihre starke Serie in der BBL fortgesetzt und auch gegen BBC Bayreuth einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Bilder vom Spiel sehen Sie hier. © sampics
Die Bayern-Basketballer haben ihre starke Serie in der BBL fortgesetzt und auch gegen BBC Bayreuth einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Bilder vom Spiel sehen Sie hier. © sampics
Die Bayern-Basketballer haben ihre starke Serie in der BBL fortgesetzt und auch gegen BBC Bayreuth einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Bilder vom Spiel sehen Sie hier. © sampics
Die Bayern-Basketballer haben ihre starke Serie in der BBL fortgesetzt und auch gegen BBC Bayreuth einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Bilder vom Spiel sehen Sie hier. © sampics
Die Bayern-Basketballer haben ihre starke Serie in der BBL fortgesetzt und auch gegen BBC Bayreuth einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Bilder vom Spiel sehen Sie hier. © sampics
Die Bayern-Basketballer haben ihre starke Serie in der BBL fortgesetzt und auch gegen BBC Bayreuth einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Bilder vom Spiel sehen Sie hier. © sampics
Die Bayern-Basketballer haben ihre starke Serie in der BBL fortgesetzt und auch gegen BBC Bayreuth einen ungefährdeten Sieg eingefahren. Bilder vom Spiel sehen Sie hier. © sampics

Wobei Trainer Svetislav Pesic seinen Profis die Sache auch nicht gerade erleichterte. Der Coach rotierte sein Ensemble immer wieder kräftig durch. „Fast so wie Jupp Heynckes“, wie Hoeneß befand. Wie zuletzt im Gipfel gegen Ulm durfte sich auch Center-Youngster Bogdan Radosavljevic („Gut für mich“) schon früh versuchen. „Ich hatte das Gefühl, dass ich dieses Spiel heute nutzen muss, um möglichst vielen Spielern Praxis zu geben“, befand Pesic.

Wobei der 63-Jährige wohl weiß, dass sein Ensemble durch die Siege der letzten Wochen inzwischen so gefestigt ist, dass es auch durch derartige Schwächeperioden nicht entscheidend aus dem Tritt zu bringen ist. Und Pesic schickte ja auch im Schlussviertel, zeitig genug, wieder seine stärkste Besetzung ins Rennen. So wie Center Jared Homan, der nach ungewohnt langer Zeit auf der Bank merklich auf die Einsatzminuten brannte. Sieben Abpraller griff er alleine im letzten Spielabschnitt ab – der US-Boy war gerade mit seiner Defensivleistung der zentrale Garant dafür, dass die Münchner mit einem 14:0- Lauf die Weichen auf Sieg stellen konnten. Gegen eine Bayreuther Mannschaft, der ohne ihren frühzeitig mit fünf Fouls vom Feld geschickten Topskorer Jason Cain (16) auch die Ideen fehlten, um den Bayern noch einmal entscheidend Paroli zu bieten.

Und so war am Ende auch der kritische Coach mit sich und dem Auftritt seiner Profis versöhnt. Eigentlich sogar mehr als das. Mit Blick auf das feine Schlussviertel wollte Svetislav Pesic sogar seiner Klubführung Probleme mit dem wachsenden Anhang ankündigen: „Wenn wir öfter so gut spielen wie in diesen zehn Minuten, dann werden die Verantwortlichen bald eine neue Halle bauen müssen.“

Von Patrick Reichelt

Auch interessant

Kommentare