Sonntag Spiel drei in Berlin

Pesic über die Halbfinalserie: Durchbruch geglückt!

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Marko Pesic.

München - Die Mission Titelverteidigung lebt! Nach dem 85:73 in Halbfinale zwei (Best-of-five-Stand 1:1) ist für die Bayern-Basketballer im Kampf um die Meisterschaft wieder alles drin.

Am Sonntag (16 Uhr) müssen die Münchner in der Hauptstadt antreten, am Dienstag (20 Uhr) dahoam. Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic analysiert die Situation.

Herr Pesic, Sie wirken entspannter als nach der Niederlage in Berlin.

Marko Pesic: Mir war klar, dass wir zu Hause gewinnen! Ich liebe es, wenn man uns unterschätzt. Das war eine Trauerstimmung nach dem letzten Spiel. Aber gleich am nächsten Tag habe ich mit ein paar Spielern gesprochen und die haben gesagt: „So leicht geben wir nicht auf!“

Was lief besser?

Marko Pesic: In Spiel eins haben unsere Leistungsträger John Bryant, Bryce Taylor, Anton Gavel und Dusko Savanovic nur sieben Punkte gemacht. Dass das nicht noch mal passiert, war nur logisch. Deswegen war ich mir ziemlich sicher, dass wir gewinnen. Ich war beruhigt, weil ich wusste, dass sie eine Reaktion zeigen werden. Weil sie Charakter haben. Und auch, dass wir den kurzfristigen Ausfall von Heiko Schaffartzik (Wadenverletzung, d. Red.) kompensieren konnten, zeugt vom Charakter.

Wie sehr fehlte Nationalspieler Schaffartzik?

Marko Pesic: Die Grundposition von Anton Gavel ist nicht die des Aufbauspielers, obwohl Gavel das in diesem Jahr sehr gut macht. Aber er muss viel Druck auf den Außenpositionen aufbauen. Dazu kommt noch das Doppeln der großen Spieler. Dafür brauchst du eigentlich drei Leute. Da fehlt Heiko. Ich hoffe, dass er am Dienstag spielen kann.

Für Sonntag kommt ein Einsatz zu früh?

John Bryant und die Bayern haben ausgeglichen.

Marko Pesic: Meine letzte Verletzung als aktiver Spieler war ein Muskelfaserriss in der Wade. Das ist für einen Basketballer mit die schlimmste Muskelverletzung. Mull (Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, d. Red.) hat ihn schon angeschaut. Und man muss tierisch aufpassen, dass da nichts reißt. Ich erwarte Heiko nicht am Sonntag. Aber wir haben ja für ihn noch ein Spiel rausgeholt.

Ihr Vater, Coach Svetislav Pesic, nahm nach Partie eins Änderungen vor: Anton Gavel spielte von Beginn an, auch Paul Zipser erhielt viele Einsatzminuten – und beide überzeugten…

Marko Pesic: Ja, sie haben einen guten Job gemacht. Da muss man sich auf den Alten (Vater Pesic, d. Red.) verlassen. Der weiß schon, was er tut.

Wird die Leistung der Bayern aus Halbfinale zwei für einen Sieg in Berlin reichen?

Marko Pesic: Wir haben nicht so gut gespielt. Wir haben in der ersten Halbzeit acht Freiwürfe danebengeschossen. Auch von außen haben wir fast nichts getroffen. Das können wir besser. Was allerdings wichtig ist: Dass wir das richtige Energielevel hatten.

Was stimmt Sie optimistisch, dass es mit dem Auswärtserfolg klappt?

Marko Pesic: Wir haben in Berlin immer gewonnen, wenn wir es gebraucht haben. Aber für uns ist es erst mal wichtig, die Heimspiele zu gewinnen. Dann hat man drei Möglichkeiten, in Berlin zu siegen. Ich glaube, dass wir jetzt das Selbstvertrauen haben, ALBA zu schlagen.

Aufgezeichnet von: so

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