Bayern-Forward über München, Mode und Mut

Milan Macvan: Bayern? Das passt!

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Milan Macvan beim Maß nehmen bei Hirmer

München - Am Samstag müssen die FCB-Basketballer wieder in der BBL ran. Es geht gegen Frankfurt. Zuvor gab es für die Neuzugänge jeweils eine echte Maßanfertigung. Wir haben Milan Macvan beim Anzug-Shoppen begleitet.

Milan Macvan, Neuzugang der Bayern-Basketballer, ist es gewöhnt, auch mal länger nach passender Kleidung zu suchen. Immerhin misst der 27-Jährige stolze 2,06 Meter. In Sachen Anzüge ist der Serbe nun aber ausgestattet. Von Sponsor Hirmer gibt es eine Maßanfertigung. Die tz traf Macvan vor dem Heimspiel gegen Frankfurt (Samstag, 20.30 Uhr) zum Interview und sprach über Mode, München und Mut.

Herr Macvan, jetzt, da wir gerade beim Einkaufen sind: Ist es Ihnen wichtig, gut angezogen zu sein?

Macvan: Absolut! Ich achte sehr darauf, was ich anziehe. Schließlich laufen wir als Profisportler die meiste Zeit in Trainingskleidung, Trikots und Sportschuhen durch die Gegend. Da ist es eine schöne Abwechslung auch mal andere, modische Kleidung zu tragen.

Das heißt, Sie nehmen nicht Reißaus, wenn Ihre Frau Sie bittet, mit zum Einkaufen zu kommen?

Macvan (lacht): Gar nicht! Ich mag es, einkaufen zu gehen. Ich bin lieber selbst unterwegs und sehe mir die Sachen live an, als online zu shoppen. Was bei mir natürlich erschwerend hinzukommt, ist meine Größe. Es ist nicht immer leicht, das Passende zu finden. Häufig sind die Hosen oder die Ärmel einfach zu kurz. Aber mit der Zeit weiß man, welche Läden, oder Marken die richtigen Größen führen. Ich habe mich daran gewöhnt.

Wie war es in Ihrer Kindheit?

Macvan: Ich hatte keine Phase, in der ich plötzlich um einige Zentimeter gewachsen bin, sondern war immer schon der Größte unter meinen Freunden. Das haben wir dann natürlich hin und wieder ausgenutzt und ich bin vorgegangen, wenn etwas zu regeln war (lacht). Aber da ich früh mit dem Basketballspielen begonnen habe, war es auch schnell normal für mich, mit weiteren großen Menschen zusammen zu sein.

Nervt es Sie heute, wenn Kommentare zu Ihrer Größe kommen?

Macvan: Das passiert natürlich häufig. Einige Leute gucken auch einfach sehr interessiert. Aber mit den Kommentaren kann ich umgehen. Dann lache ich und antworte irgendetwas Passendes. Was mich nervt, ist die Frage: „Sind Sie Basketballspieler?“ Denn, was soll ich sagen: Bei einer Größe von 2,06 Meter gibt es nicht so viele Möglichkeiten, was die Sportart angeht (lacht).

Zuletzt haben Sie in Mailand gespielt, davor unter anderem bei Partizan Belgrad, Galatasaray Istanbul und Maccabi Tel Aviv. Wo hat es Ihnen bisher am besten gefallen?

Macvan: Das kann ich wirklich nicht sagen. Jeder Ort, jeder Verein war in seiner Form besonders und ich durfte dort tolle Momente erleben. Nun bin ich froh, in München zu sein. Meine Frau, meine Tochter und ich haben uns schnell eingelebt.

Hinzu kommt, dass Sie mit Sasa Djordjevic zusammenarbeiten. Ihn kennen Sie bereits gut aus der Nationalmannschaft. Was ist das Wichtigste, das Sie von ihm gelernt haben?

Macvan: Ich habe auf jeden Fall sehr viel von ihm gelernt. Eine Situation, die ihn vielleicht ein wenig beschreibt, ereignete sich vor etwa fünf Jahren. Damals wurde ich nicht für die Nationalmannschaft nominiert. Ich war natürlich sehr enttäuscht. Sasa war der Einzige, der mir ehrlich und geradeheraus gesagt hat, woran es lag. Nämlich, dass ich zu diesem Zeitpunkt nicht fit genug war. Er hat mich aufgebaut und mir Mut gemacht. Ich war angespornt, habe mein Gewicht von 118 auf 108 Kilogramm minimiert und an meiner Fitness gearbeitet. Ich bin ihm dafür noch heute sehr dankbar.

Interview: Lena Meyer

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