Bamberg-Coach Trinchieri vor dem Derby

"Die Bayern werden uns nichts schenken!"

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Andrea Trinchieri

München - Am Sonntag treffen die Bayern-Basketballre auf den Tabellenersten und amtierenden Meister Bamberg. Andrea Trinchieri, Trainer der Franken, erwartet ein intensives Spiel.

Wenn man Meister werden will, muss man jeden Gegner schlagen können. Dieses Credo ist mindestens so alt wie die BBL. Derzeit gilt allerdings: Wenn man Meister werden will, muss man vor allem Bamberg schlagen können! Das Team von Andrea Trinchieri ist derzeit nur schwer zu stoppen. Am vergangenen Sonntag war Oldenburg die erste Mannschaft, die die Franken nach 20 (!) gewonnenen Spielen in Folge besiegen konnte. Dennoch steht der amtierende Meister mit 27 Siegen und nur drei Niederlagen nahezu uneinholbar auf Rang eins der Tabelle, weist mit 53,8 Prozent die beste Wurfquote aus dem Feld der Liga auf (zum Vergleich: die Bayern liegen bei 51,4 Prozent). In der Euroleague schafften es Bradley Wanamaker und seine Kollegen bis in die Top16!

Insofern ist das Duell der Bayern-Baskets mit dem Trinchieri-Team am Sonntag (17.00 Uhr) gewissermaßen richtungsweisend. Die Münchner haben deshalb angekündigt, bei ihrem letzten Heimspiel der regulären Saison ein Zeichen setzen zu wollen. Auch, weil der Stachel des Final-Aus im fünften Spiel gegen die Franken im vergangenen Jahr noch immer zu spüren ist.

Der Meister ist allerdings gewappnet. „Ich erwarte ein hartes Spiel, wie immer, wenn es gegen München geht. Sie werden uns in heimischer Halle nichts schenken“, sagte Bamberg-Coach Trinchieri der tz. „Es werden Kleinigkeiten sein, die das Spiel am Ende entscheiden. Ein guter Rebound hier, ein leichter Ballverlust da…“

Und auf diese Kleinigkeiten hat sich der Tabellenführer eingestellt. „Unsere Stärken? Das sind in jedem Fall der Teambasketball und die Ausgeglichenheit!“, erklärt Trinchieri, der mit Bamberg im vergangenen Jahr seinen ersten BBL-Titel feierte. „Wir haben viele Spieler, die ein Spiel entscheiden können.“

Über Stärken oder Schwächen der anderen Teams will der Italiener nicht sprechen. Man konzentriert sich ausschließlich auf die eigene Leistung – und übt sich in Understatement. An die mögliche Titelverteidigung wird zumindest offiziell noch kein Gedanke verschwendet. „München, Oldenburg, Frankfurt, Ludwigsburg, Berlin, Ulm und wahrscheinlich Würzburg – alle Playoff-Teams haben die Chance, den Titel zu gewinnen“, so Trinchieri. Dafür müssen sie aber erst einmal Bamberg schlagen...

Lena Meyer

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