Savanovic über die erste Saisonniederlage

"Man sollte das jetzt nicht zu hoch hängen..."

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Erste Saisonniederlage für Savanovic & Co.

München - Seine 27 Punkte im Spiel gegen Bonn waren vergebens. Dusko Savanovic und seine Kollegen kassierten die erste Saisonniederlage. Im Interview erklärt der Topscorer, was nun besser werden muss.

So hatten sich die Bayern-Basketballer ihren Sonntagnachmittag nicht vorgestellt. Die Münchner verloren zum ersten Mal in der - zugegeben - noch jungen Saison. Nach den Siegen gegen Oldenburg und Hagen setzte es eine 84:91-Niederlage daheim gegen Bonn. Und das auch noch im letzten Spiel, bevor am Freitag die Euroleague-Saison gegen Fenerbahce Istanbul für sie startet. Dementsprechend niedergeschlagen präsentierten sich die Roten Riesen nach dem Überraschungs-Rückschlag. Ganz besonders Dusko Savanovic, mit „neuem Style“ dank Vollbart, dürfte diese Niederlage gewurmt haben. Schließlich hatte der Routinier mit einem starken Spiel und 27 Punkten sein Möglichstes getan, um die Niederlage doch noch abzuwenden. Das Interview mit dem Topscorer, dem seine eigene Performance auf dem Feld dann doch ziemlich egal war.

Herr Savanovic, so richtig freuen können Sie sich über Ihre Leistung gegen Bonn wohl nicht...

Savanovic: Ach, das spielt für mich keine Rolle. Wir haben verloren und da ist die Leistung eines einzelnen egal. Am Sonntag hat gegen Bonn einiges funktioniert, vieles aber auch nicht. Wir haben einfach keine Antwort auf die starken Aktionen der Mannschaft gefunden.

Besonders in Sachen Defense.

Savanovic: Stimmt, dabei haben die Bonner nicht viele verschiedene Angriff-Systeme gespielt. Wir sind einfach immer nur hinterhergelaufen. Das ist frustrierend.

Was muss sich ändern?

Savanovic: Natürlich werden wir im Training an unseren derzeitigen Schwächen arbeiten. Trotzdem denke ich, dass das Hauptproblem noch immer die Verletzungssorgen sind. Uns fehlt Maxi Kleber unter dem Korb, uns fehlt Vasilije Micic. Und dann natürlich unser Kapitän Bryce Taylor. Ich hoffe, dass alle schnellstmöglich aufs Parkett zurückkehren werden. Erst dann können wir so richtig als Team zusammenwachsen. Man darf nicht vergessen, dass – obwohl einige Spieler der vergangenen Saison geblieben sind – das Konzept unseres Spiels ein anderes ist. Daran muss sich erst einmal jeder einzelne gewöhnen. Dann können die Abläufe wieder intuitiv laufen.

Wie schwer wiegt die Niederlage, besonders im Hinblick auf den Euroleague-Start am Freitag?

Savanovic: Man sollte dieses Siel jetzt auch nicht zu hoch hängen. Natürlich ist es immer einfacher, nach einem Sieg in einen neuen Wettbewerb zu starten. Trotzdem läuft jetzt nichts anders. Wir bereiten uns gut auf das erste Euroleague-Spiel vor, vielleicht wird zumindest unser Kapitän bis dahin wieder fit. Und dann werden wir alles daran setzen, um zu siegen.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Savanovic: 50:50! Die Chancen stehen in jeder Partie 50:50. Ob der Gegner nun Fenerbahce, Bonn, oder die Dallas Mavericks ist (lacht). Im Ernst: Wir müssen immer daran glauben, dass eine gute Chance auf den Sieg besteht. Ganz gleich, ob wir das vorherige Spiel gewonnen oder verloren wurde.

Aufgezeichnet: Lena Meyer

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