tz-Intavjuh

De Buam vom EHC und am FCB Basketboi: Mia spuin Oaschloch!

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Prost, auf an guadn Schafkopf! Da Zipser Paule, da Wolf Michi, da Kastner Maxi und da Gaverl Toni.

Minga - D Eishockeyspiela und de Basketballa – a so a Gaudi hams in unsara Stod. Mia ham zwoa vo jedara Mannschaft zum Intavjuh droffa.

Via Profisporddla, zwoa Spordd­arddn und a Karddnspui. Beim tz-Intavjuh mid de EHC-Red-Bull-Cracks Wolf Michael und Kastner Maxi und de FCB-Basketboi-Stars Gavel Anton und Zipser Paul im Donisl am Dom is zünftig zuaganga. Awa lesnses säiwa …

Und, Buam, scho amoi Schofkopfa gspuid?

Zipser Paul: Noch nie!

Gavel Anton: Uns mussten eben erst einmal die Regeln erklärt werden (lacht).

Zipser: So richtig gut läuft es trotzdem noch nicht. Da ist auf jeden Fall Steigerungsbedarf (lacht).

Wolf Michael: Maxi und ich kennen natürlich die Regeln. Wir kommen ja aus Bayern und spielen hin und wieder privat. Aber im Team werden andere Kartenspiele gespielt.

Und wia is des bei de Basketballa?

Zipser: Wir spielen auch Karten. Allerdings ein sehr einfaches Spiel. Es heißt „Arschloch“ und die Regeln sind sehr, sehr simpel (lacht).

Gavel (lacht): Eine Runde dauert auch nicht lang. So können wir auf Auswärtsfahrten immer mal schnell zwischendurch spielen. Wir haben sogar schon die Amis angesteckt. Alex (Renfroe, die Redaktion) ist gar nicht schlecht!

Jetz amoi as Karddln vagessn, biddschee. Wos machd Bayern aus?

Kastner Maxi: Ich komme ja aus Garmisch. Insofern ist Bayern für mich Heimat. Ich bin in der Lederhos’n aufgewachsen, liebe es, in die Berge zu gehen und natürlich das bayerische Essen!

Gavel: Stimmt! Das ist wirklich gut. Nicht zu vergessen das Bier (lacht).

Zipser: Ich lebe ja noch nicht so lange in München. Meine Heimat ist und bleibt Heidelberg. Aber ich finde auffällig, wie familiär hier alles ist. Das ist sehr angenehm. Die Menschen in Bayern sind einfach sehr offen und freundlich.

An de Bayern in da Rundn: Wos miassn Zuagroasde wia da Anton und da Paul wissn, damids in Bayern guad iwalem kenna?

Wolf (lacht): Gar nicht so viel, glaube ich.

Kastner: Wie man Schafkopf spielt!

Wolf: Absolut. Und wie man sich im Wirtshaus benimmt (lacht). Nein, ich denke wirklich, dass es absolut ausreicht, offen auf die Bayern zuzugehen. Dann kommt man sehr schnell gut klar.

Anton, Sie warn ja scho effda in da Olympia-Eissporthalln und ham fian EHC gschrian, oda?

Gavel: Stimmt. Ich habe den Jungs eben schon gesagt, dass ich ein Fan bin. Ich komme ja ursprünglich aus der Slowakei, und da ist Eishockey noch populärer als in Deutschland. Deshalb freue ich mich immer, wenn ich die Spiele des EHC besuchen kann und war schon ein paar Mal da. Leider habe ich aber immer Pech gebracht. Deswegen...

Wolf: ...kommst du besser nicht mehr vorbei (lacht).

Gavel: Ja, ist vielleicht besser. Aber im Ernst, Eishockey ist einfach die schnellste Teamsportart, die es gibt. Es passiert immer etwas. Wirklich faszinierend!

Paul, hod da Anton Sie scho amoi mid­gnomma?

Zipser: Noch nicht! Ich habe bisher erst ein Eishockey-Spiel live gesehen, und da war ich sehr klein. Wenn ich es im Fernsehen anschaue, beschäftige ich mich eher mit den Regeln und versuche, sie zu verstehen. Auf dem Level bin ich.

Und wia schaugd des andasrum aus?

Wolf: Ich habe leider noch kein Spiel der Jungs live gesehen. Unsere Spielzeiten sind ja häufig parallel. Aber man bekommt natürlich mit, was bei den FCB-Basketballern so los ist. Sie waren in den vergangenen Jahren ja sehr erfolgreich. Insofern würde ich gern einmal in den Audi Dome gehen, wenn es zeitlich passt.

Kastner: Da bin ich dabei!

Gavel: Dann müsst ihr mal zu einem Eurocup-Spiel vorbeikommen. Die sind dienstags oder mittwochs.

Wolf: Das könnte klappen und würde mich freuen!

Sie ham ja olle – wurschdd, ob Eishockey oda Basketboi – scho in andane Teams gspuid. Wos is bsondas an de Fans aus Minga?

Gavel: Was meiner Meinung nach beim EHC ein Vorteil ist, dass die Halle relativ klein ist, sodass die Zuschauer sehr nah ans Eis können. Insofern herrscht eine gute Atmosphäre, die Fans stehen wirklich hinter dem Team. Das spürt man! Bei uns ist es ähnlich. Natürlich wünscht man sich hin und wieder, dass noch mehr Zuschauer kommen, aber dafür sind wir selbst verantwortlich. Wir wollen mit guten Leistungen überzeugen und die Leute zum Kommen animieren. Es ist auf jeden Fall toll zu sehen, mit welchem Elan die Fans uns unterstützen.

Wolf: Ich kann Antons Worte nur unterstreichen! Man merkt gerade bei den Derbys, wie sehr die Fans uns unterstützen. Das motiviert sehr, gute Leistungen auf dem Eis zu zeigen und den Zuschauern so etwas zurückzugeben.

Wia schaugds mid eierne Geheimtipps fia Minga aus?

Zipser: Viel Zeit bleibt neben dem Training ja nicht. Restaurants sind auf jeden Fall ganz weit oben.

A speziells?

Wolf: Bei uns im Team ist der Italiener La Giara hoch im Kurs. Ein bisschen Werbung muss man ja machen dürfen (lacht).

Kastner: Stimmt. Tagsüber bin ich gern am Marienplatz, oder zum Einkaufen in der Kaufinger Straße. Nachmittags kann man gut am Gärtnerplatz Kaffee trinken.

Gavel: Nicht zu vergessen, die Theresienwiese zur richtigen Zeit!

Wolf (lacht): Stimmt, das ist wichtig!

Gavel: Ansonsten fällt mir noch das Nymphenburger Schloss ein. Da wohne ich ganz in der Nähe und man sollte es auf jeden Fall mal gesehen haben.

Interview: d Meyer Lena

Unsere Aktion "tz auf Bairisch"

Hochdeutsch: Dieser Artikel ist Teil der Aktion „tz auf Bairisch“. Anlässlich des „Internationalen Tags der Muttersprache“ am 21. Februar erscheint die tz-Wochendausgabe am 20. Februar komplett auf Bairisch. Auf tz.de finden Sie vorab und auch am Wochenende eine Auswahl der Texte sowie ein Zusatzangebot mit Grantler-ABC oder dem „Bairisch-Quiz: Wetten, dass Ihr Dialekt verrät, woher Sie kommen“. Zur Überblicks-Seite „tz auf Bairisch“.

Bairisch: Dea Artikel g'head zu unsara Aktion "tz auf Bairisch" dazua. Zum "Intanationalen Dog da Muttersprach" am 21. Februar druck ma de Wochendausgab vo da tz am 20. Feburar vo voan bis hintn auf boarisch. Auf tz.de kenna's davoa und a am Wochenend an Schwung Text und a no mehra dazua finden, wia as Grantler-ABC oda as Boarisch-Quiz. Garantiert, dass eana Dialekt verrodd, wo's herkemman, glamm 'ses uns! Do geht's zua Übersichtseitn "tz auf Bairisch".

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