FCB-Baskets nach dem Sieg in Bremerhaven

War das jetzt die Wende?

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Müssen weiter hart an sich arbeiten: Taylor & Co.

München - Endlich wieder ein Sieg! Die Bayern-Basketballre gewannen nach fünf Niederlagen in Serie das Spiel am Sonntag in Bremerhaven. War das die Wende?

Der ein oder andere treue Fan der FC-Bayern-Basketballer dürfte am Sonntagabend einen stillen Dank in Richtung K.C. Rivers geschickt haben. Der FCB-Guard rettete die Münchner in Bremerhaven vor einer großen Blamage. Dank seines vogelwilden Dreiers wenige Sekunden vor Spielschluss bewahrte der US-Profi sich und sein Team vor einer weiteren Niederlage. Das Spiel gegen den Tabellen-16. ging in die Verlängerung, Bayern gewann mit 86:80 und feierte den ersten Sieg nach fünf Niederlagen. „Wir mussten hier gewinnen, egal wie“, sagte Rivers. Die Punkte tun der Bayern-Seele gut, aber soll das die Wende gewesen sein?

Fakt ist: Auch am Sonntag wurden die derzeitigen Probleme der Münchner deutlich. Besonders in der Verteidigung taten sich die Bayern zu Beginn sehr schwer. Auch Center John Bryant lief erneut seiner Form hinterher. Trainer Svetislav Pesic bedachte ihn erneut mit wenig Spielzeit und schickte früh Youngster Daniel Mayr ins Rennen. „Wir haben eine miese erste Halbzeit gespielt, schlecht verteidigt“, gestand Bryant. In der zweiten Hälfte wirkten die Münchner zumindest einen Hauch konzentrierter und geordneter. Sogar Bryant sorgte für einige gute Aktionen. Pesic: „Wir haben in der Defensive und speziell beim Defensivrebound mehr investiert und den Wurf des Gegners im Griff gehabt.“

Womit wir bei einem weiteren Problem wären: der Einsatz. Immer wieder forderte Trainer Pesic zuletzt „Leidenschaft“ und den unbedingten Willen seines Teams. Zu Beginn war davon aber wenig zu sehen. Stattdessen leisteten sich die Roten sehr viele Unkonzentriertheiten – sogar Top-guard Alex Renfroe zeigte Nerven. Von Einheit innerhalb der Mannschaft war wenig zu sehen. Erst als K.C. Rivers das Zepter in die Hand nahm, zogen die übrigen Bayern nach und sicherten sich mit einem Kraftakt – und weil die Bremerhavener Kräfte schwanden – den Sieg. „Wir haben gekämpft und geglaubt, dass wir trotz aller Schwierigkeiten noch gewinnen können“, resümierte Pesic.

Den Spielern ist allerdings klar, dass mit einem knappen Sieg beim Tabellen-16. (!) die Probleme noch nicht verschwunden sind, auch wenn die Niederlagenserie gestoppt wurde. „Das war ein wichtiger Schritt, aber eben erst der erste“, so Rivers. Richtig beweisen müssen sich die Bayern am Donnerstag, auswärts gegen das russische Starensemble Khimki Moskau. Dann ist wahrscheinlich auch wieder Paul Zipser mit dabei. Der Forward war Sonntag umgeknickt. Eines ist jedenfalls sicher: Mit einer Leistung, wie der in Bremerhaven, ist es Donnerstag nicht getan. 

Lena Meyer

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