Bamberg-Boss warnt vor den FCB-Basketballern - Angebot an Taylor?

Stoschek: "Die Bayern geben das Tempo vor!"

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Michael Stoschek

München - Bamberg ist Meister. Wieder einmal. Und damit bleibt das große Ziel der Münchner auch ein weiteres Jahr bestehen. Es gilt endlich an dem Basketball-Schwergewicht aus dem Frankenland vorbeizukommen. Dass die Münchner alles dafür tun werden, ist auch dem Gegner bewusst. Umso pikanter ist ein möglicher Personal-Wechsel.

Auch, wenn es kein richtiger Trost ist: Seit Sonntag können die FCB-Baskets wenigstens behaupten, gegen den Meister ausgeschieden zu sein. Bamberg machte mit Finalgegner Oldenburg ebenso kurzen Prozess wie mit den Bayern im Halbfinale (0:3 aus FCB-Sicht). Den Franken reichten auch in der finalen Best-of-five-Serie gegen die Norddeutschen drei Spiele, um die Sache zu entscheiden. Mit einem überdeutlichen 76:58-Erfolg sicherte sich das Team um Andrea Trichieri den dritten Titel in Folge. Und untermauerte damit einen grundlegendes Faktum in Basketball-Deutschland: An Bamberg ist in einer Serie derzeit kein Vorbeikommen. Für niemanden.

Ob das den Schmerz der Münchner über die dritte titellose Saison in Folge mildert? Wohl kaum. Denn der Anspruch der Bayern ist es natürlich nicht, „nur“ das beste Team nach den Franken zu sein.

Nach der diesjährigen Halbfinalserie betonten die Verantwortlichen, dass man durchaus gezeigt habe, dass man mit den starken Bambergern mithalten könne. Nur das letzte bisschen Qualität, Erfahrung sowie der ein oder andere Spitzenspieler à la Nikos Zisis habe dem eigenen Kader noch gefehlt.

Und so lautet die Devise der Bayern: Auf ein Neues in der kommenden Saison! Bamberg-Boss Michael Stoschek rechnet fest mit einer Antwort aus München. „Es ist keine Frage für mich, dass Bayern München ein Tempo vorlegen wird, das der Maßstab für alle anderen ist“, so Stoschek. „Ich bin mir sicher, dass die Führung des FC Bayern mit dem unglaublichen Potenzial aus dem Fußball entsprechend Geld generieren wird. Sie werden sich nicht zufriedengeben, immer wieder mit 0:3 gegen Bamberg zu verlieren.“

Die Hoffnung der Bayern, die Bamberger endlich in der kommenden Spielzeit einzuholen, besteht. Denn der Meisterkader steht zumindest teilweise vor dem Umbruch. Zwar verlängerte Head Coach Andrea Trinchieri seinen Vertrag, einige Schlüsselspieler stehen aber vor dem Absprung. „Wir hatten in diesem Jahr eine Mannschaft, die man vom Charakter vielleicht so nicht wiederholen kann“, gab Geschäftsführer Rolf Beyer zu. „Es ist nicht so, dass wir komplett vor dem Umbruch stehen. Aber es wird den einen oder anderen Umbau geben.“ Daniel Theis, Nicolò Melli oder Darius Miller werden den Verein höchstwahrscheinlich verlassen.

Doch es scheint so, als hätten die Franken vorgesorgt. „Vielleicht haben wir nächstes Jahr ein Team mit mehr Talent. Wir werden am 20. August ins Trainingscamp gehen, und dann werden wir eine gute Truppe haben, das verspreche ich“, bekräftigte Beyer. Unter anderem sollen die Bamberger FCB-Kapitän Bryce Taylor einen Dreijahresvertrag angeboten haben.

Allerdings wird auch bei den Münchnern unter Hochdruck an der Zukunft gebastelt. Nachtz-Informationen wurden die Verträge der Geschäftsführer Marko Pesic und Volker Stix verlängert. Beide arbeiten mit den übrigen Verantwortlichen an der Verstärkung des bestehenden Kaders. Pesic sprach unlängst davon, keinen großen Umbruch anzustreben. „Es ist nicht leicht, eine Mannschaft beieinander zu halten. Aber es ist wichtig“, so der Ex-Profi zur tz. „Wenn es nach mir geht, sollten wir versuchen, auf unseren Stärken aufzubauen und uns punktuell zu verstärken.“ Um dann im kommenden Jahr endlich nicht mehr das Nachsehen zu haben.

Lena Meyer

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