Partie findet auf jeden Fall statt

Wiederholungsspiel! So ist Bayerns Reaktion

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Das Wiederholungsspiel findet am Mittwoch Abend statt.

Ludwigsburg/München - Nach einem Schiedsrichter-Fehler wird das vierte Play-off-Duell zwischen Ludwigsburg und München wiederholt. Ein Novum in der Geschichte der BBL.

Heiko Schaffartzik & Co. hatten den Halbfinal-Einzug schon bejubelt, doch nun muss der FC Bayern nachsitzen. Einen Tag nach dem 82:75 in Ludwigsburg wurde die Wertung des Spiels aufgehoben, wegen einer Fehlentscheidung der Schiedsrichter kommt es zu einer Neuansetzung – erstmals seit der Eigenständigkeit der BBL in der Saison 1998/1999. Die Bayern müssen am Mitttwoch zur Wiederholungspartie in Ludwigsburg antreten (19.30 Uhr, SPORT1).

Theoretisch könnte der FCB seinerseits Protest einlegen. „Ich könnte das nachvollziehen“, sagt Ludwigsburgs Vorstandsvorsitzender Alexander Reil der tz. Das Spiel wird stattfinden, womöglich aber umsonst. BBL-Spielleiter Dirk Horstmann begründete seine Entscheidung auf Neuaustragung mit einem „Fehler“, der den Schiedsrichtern unterlaufen sei. „Es ist wesentlich, ob die Ludwigsburger mit einem möglichen Gleichstand oder einem Ergebnisrückstand von zwei Korbpunkten das Spiel fortsetzen“, so Horstmann. Unter anderem Heiko Schaffartzik und Trainer Svetislav Pesic hatten die Schiedsrichter auf einen angeblichen Fehler hingewiesen.

„Unsere Überprüfung der Entscheidung der BBL-Spielleitung zur Wertung der vierten Viertelfinalpartie in Ludwigsburg hält noch an. Zusätzlich erörtern wir den Sachverhalt, dass innerhalb der uns gewährten Berufungsfrist von drei Tagen das vierte Viertelfinalspiel erneut angesetzt wurde“, teilten die Bayern am Nachmittag mit.

Für Reil spielt die moralische Komponente keine Rolle: „Ich sage nicht, dass Bayern Schuld hat und ich diskutiere auch nicht über moralische Aspekte. Mir geht es nur darum, dass gegen die Regeln verstoßen wurde“, so Reil zur tz.

Bayern-Baskets siegen in Ludwigsburg: Bilder

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Einige Ludwigsburger Fans werden das vermutlich anders sehen. Gerade für Schaffartzik und Pesic wird der Gang zurück nach Ludwigsburg sicher kein leichter. „Die Halle wird voll sein und die Atmosphäre aufgeheizt. Wir haben dafür zu sorgen, dass alles in geregelten Bahnen verläuft, das werden wir auch tun“, so Reil. „Alles andere, was die Fans singen oder rufen, können wir nicht beeinflussen und gehört letztendlich auch zum Sport dazu.“ Für ihn bleiben die Münchner weiterhin der Favorit, aber Ludwigsburgs Trainer John Patrick sagt: „In elf der letzten zwölf Viertel waren wir mit Bayern gleichauf.“

„Für Ludwigsburg ist das eine neue Chance, da mobilisiert man noch mal alles“, sagt SPORT1-Experte Stephan Baeck zur tz. „Die Bayern wiederum können zeigen, dass sie stärker sind.“ Und wie sollte man an das Spiel herangehen? Baeck meint: „Man muss die Emotionen kanalisieren. Man sollte angespannt sein, aber nicht übermotiviert.“ Der Europameister von 1993 verteidigt auch Schaffartzik und Pesic: „Es ist ihr gutes Recht, etwas zu monieren, wenn sie glauben, dass ein Fehler gemacht wurde.“

PS: In Sachen-Bundestrainer äußerte sich Dirk Bauermann bei spox: „Sollten die Gerüchte stimmen, dass Emir Mutapcic der neue Bundestrainer wird, würde ich mich freuen.“

mm/bb/dpa

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