FCB-Neuzugang über seinen Vertrag

Rivers: Vielleicht bleibe ich länger...

+
K.C. River beim Fan-Match am Sonntag

München - Er ist der Mann, der Bayern-Coach Svetislav Pesic noch in seinen Reihen gefehlt hat. US-Shooting Guard K.C. Rivers ist die letzte Neuverpflichtung der Bayern-Basketballer. Im Interview spricht er über neue Aufgaben und seine Zukunft.

Er ist der Mann, der Bayern-Coach Svetislav Pesic noch in seinen Reihen gefehlt hat. US-Shooting Guard K.C. Rivers ist – laut FCB-Verantwortlichen – die letzte Neuverpflichtung der Bayern-Basketballer. Seit vergangenem Dienstag verstärkt der 28-Jährige ganz offiziell den Münchner Kader. Dabei passt K.C. – die Initialien stehen für Kelvin Creswell – laut Pesic optimal in die neue Mannschaft. „Er verfügt zum einen über viel Erfahrung auf europäischer Ebene“, erklärte der Cheftrainer am Rande des Fanfestes, bei dem eine Auswahl von Fans auf dem Parkett gegen ihre Stars antreten durfte, am Sonntag. Rivers, der ursprünglich aus North Carolina stammt, spielte unter anderem bei Chimki Moskau, Kuban Krasnodar und zuletzt bei Euroleague-Sieger Real Madrid. „Zum anderen“, fügte Pesic hinzu, „passt K.C. auch menschlich perfekt in die Mannschaft. Er ist ein Teamplayer.“ Der alles dafür geben will, die Bayern bis zum Auslaufen seines Vertrages Ende Dezember so weit wie möglich zu bringen. Im Interview, erklärt er, wie es zum Wechsel kam, und verrät, ob er vielleicht sogar langfristig bleiben will.

Herr Rivers, willkommen in München! Seit vergangenem Dienstag sind Sie ganz offiziell ein Spieler des FC Bayern Basketball...

Rivers: Danke! Ja, stimmt. Anfang vergangener Woche wurden die letzten Formalitäten geklärt, seit Montag bin ich in München. Mittwoch ging es gleich mit dem Team zum Testspiel nach Würzburg.

Ein straffes Programm! Hatten Sie überhaupt schon Zeit sich umzusehen?

Rivers (lacht): Nicht viel! Unser Trainingsplan ist voll. Aber die wenigen Dinge, die ich bereits gesehen habe, gefallen mir. Die Stadt ist auch nicht viel anders als Madrid, natürlich kleiner.

Was wussten Sie über den FC Bayern Basketball bevor Sie sich für den Wechsel entschieden?

Rivers: Soll ich ehrlich sein? Nicht viel! Ich kannte natürlich den FC Bayern München als großen Fußballverein, das war es aber auch.

Was hat Sie dann überzeugt, herzukommen?

Rivers: Hier bieten sich gute Möglichkeiten! Wir wollen als Team einiges erreichen, auch auf europäischer Ebene – das war mir wichtig und dabei will ich helfen. Außerdem haben wir mit Coach Pesic einen Trainer, von dem ich einiges lernen kann. Meine Situation vor der Vertragsunterschrift war ungewiss. Als dann das Angebot des FC Bayern kam, die Verhandlungen gut verliefen, war für mich die Sache klar.

Allerdings handelt es sich erst einmal um einen Kontrakt bis Ende des Jahres...

Rivers: Das war mir lieber, und wurde auch von den Verantwortlichen so akzeptiert. Ich bin ein loyaler Mensch und mag keine Unklarheiten. Insofern sollte es kein langfristiger Vertrag mit Ausstiegsklausel sein, bei der niemand sicher sein kann, wann und ob davon Gebrauch gemacht wird. Mit dieser Variante herrschen klare Verhältnisse. Bis zum Ende des Jahres werde ich alles geben, um dem Team zu helfen, so weit wie möglich zu kommen. Danach sehen wir weiter. Der Basketballgott lässt sich ja nicht in die Karten schauen (lacht). Gut möglich, dass es auch darüber hinaus für mich weiter beim FC Bayern geht.

Werden Ihre Frau und Tochter ebenfalls nach München kommen?

Rivers: Oh ja, ich hoffe, dass das schon in den nächsten Wochen klappt. Momentan sind meine Frau Courtney und meine kleine Tochter Maiyah (15 Monate, die Red.) noch in den USA. Sobald ich eine Wohnung gefunden habe – darum kümmert sich zum Glück der Verein – werden die beiden nachkommen.

Aufgezeichnet: Lena Meyer

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Bayern legen gegen Moskau nach
Bayern legen gegen Moskau nach
Moskau zu Gast in München
Moskau zu Gast in München
FCB entdeckt die Siegerformel
FCB entdeckt die Siegerformel
FCB-Baskets klar fürs Viertelfinale?
FCB-Baskets klar fürs Viertelfinale?

Kommentare