tz spricht mit FCB-Doc Jochen Hahne

So werden die Bayern wieder fit!

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FCB-Doc Jochen Hahne (l.) mit Daniel Mayr

München - Durch die Doppelbelastung aus europäischen Wettbewerben und nationaler Liga haben die Bayern ein hohes Spiel-Pensum zu bewältigen. So werden sie dafür fit gemacht:

25 Ligaspiele haben die FCB-Baskets derzeit auf dem Konto. Hinzu kommen zehn Euroleague- und neun Eurocup-Duelle. Ein hohes Pensum für gerade einmal fünf Monate. Und so ist klar, was Trainer Svetislav Pesic derzeit am wichtigsten ist. „Ich denke noch nicht an die Partie gegen Bayreuth, oder das Viertelfinalspiel in Istanbul“, so der Coach am Dienstag. „Das Wichtigste ist, dass alle Spieler fit sind.“ In den vergangenen Wochen plagten die Münchner, die Samstag in Bayreuth ranmüssen (20.30 Uhr), große Verletzungssorgen. Nihad Djedovic arbeitet derzeit an seinem Comeback nach einer Wadenverletzung, Alex Renfroe musste eine Fußverletzung auskurieren, Deon Thompson hatte einen Schlag aufs Bein abbekommen und Dusko Savanovic lag mit einem Magen-Darm-Virus flach. Hinzu kamen diverse „kleinere“ Verletzungen weiterer Spieler sowie der eng getaktete Spielplan: Es lagen gerade einmal 53 Stunden zwischen der Ligapartie gegen Frankfurt am Sonntag (78:76) und dem Spiel gegen Istanbul (99:89) am Dienstag. Trotzdem waren an dem Tag alle – bis auf Djedovic – einsatzbereit.

Genau das war harte Arbeit! Das Ärzteteam um Bayern-Doc Jochen Hahne, der mit dem ehemaligen FCB-Arzt der Fußballer, Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, zusammenarbeitet, musste Höchstleistung erbringen. „Wir haben das Glück, zwei Physiotherapeuten zu haben, die permanent bei der Mannschaft sind. Das ist etwas Besonderes im deutschen Basketball. “, so Hahne, der seit September 2015 ebenfalls im Ärzteteam des DFB ist, zur tz. Genau das ist bei der Doppelbelastung der Bayern wichtig. „Um diese gut zu kompensieren, ist eine belastungsabhängige Trainingssteuerung von großer Bedeutung“, erklärt Hahne. Heißt: „Therapeuten und Ärzte fragen täglich den Status der Spieler ab und können so auf Überlastungserscheinungen reagieren.“

Wie kriegt man aber einen Spieler innerhalb von nur zwei Tagen zwischen zwei Partien fit? „In solchen Phasen sind ausreichend Schlaf und Ruhephasen von großer Bedeutung, dazu eine abgestimmte Ernährung“, sagt Hahne. „Wichtig sind die Flüssigkeits- und Elektrolyt-Zufuhr, außerdem müssen die Energiespeicher über Aminosäuren und Kohlenhydrate wieder aufgefüllt werden.“ Zusätzlich gibt es Präparate, die Antioxidantien, Vitamine und Spurenelemente liefern. Ordentlich Arbeit also für Hahne und sein Team. Deshalb ist der FCB-Arzt auch nahezu rund um die Uhr im Einsatz – mit Erfolg. Savanovic: „Ohne die Arbeit unserer Ärzte und Physiotherapeuten hätte ich am Dienstag auf keinen Fall spielen können.“

Lena Meyer

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