Kritik an Transferpolitik

Zoff mit Bamberg: Pesic kontert Trinchieri!

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Geht zum Gegenangriff über: Marko Pesic.

München - Bamberg-Coach Andrea Trinchieri kritisiert die Transferpolitik der Bayern Baskets. FCB-Sportdirektor Marko Pesic kontert, Trinchieri solle "nicht alles glauben, was ihm Agenten erzählen."

Bahnt sich schon vor der neuen Saison der erste Streit zwischen Bamberg und den Bayern an? An­drea Trinchieri (46), der neue Coach der Franken, übte Kritik an den Münchnern, die sich angeblich in die Transferaktivitäten der gegnerischen Vereine einmischen sollen. „Jedes Mal, wenn man mit einem möglichen Neuzugang spricht und die Verhandlungen weit gediehen sind, tauchen sie auf und versuchen, alles zu vermasseln“, sagte Trinchieri.

Für FCB-Sportdirektor Marko Pesic kommen die Vorwürfe überraschend, der 37-Jährige kontert in der tz: „Ich freue mich, dass Andrea Trinchieri künftig Trainer in der Bundesliga sein wird. Er wird eine Bereicherung für den gesamten deutschen Basketball sein. Was seine Aussage angeht: Wir sind bisher noch gar nicht am Markt, weil wir zunächst mit unseren Spielern reden. Er sollte also nicht alles glauben, was ihm Agenten erzählen.“

Trinchieri fühlt sich aus Zusammenhang zitiert

Trinchieri sagte bei Spox außerdem, dass ihm die Bayern „auf die Nerven gehen“. Auf tz-Nachfrage wollte er sich nicht mehr äußern. Er fühle sich aus dem Zusammenhang zitiert, teilte die Presseabteilung mit. Zwar zollte Trinchieri den Bayern auch "Respekt", die Wortwahl war dennoch deutlich. Bei Pesic herrscht deswegen keine Aufregung. „Andrea hat meine Telefonnummer und kann mich jederzeit erreichen. Vorab kann ich versichern: Wir werden leider auch nächste Saison nur zwölf Spieler aufstellen dürfen“, so Pesic zur tz.

In Bamberg wurde am Mittwoch in Daniel Theis (22) von Ratiopharm Ulm ein Neuzugang bekannt gegeben. Ulms Manager Thomas Stoll teilte auf der vereinseigenen Homepage mit, dass das Angebot für Theis unrealistische Höhen erreicht habe. „Wir hätten Daniel gerne behalten, doch das Matchen dieses hohen Angebots hätte für uns eine unvernünftige strategische Entscheidung bedeutet“, so Stoll. Bamberg kämpft also auch nicht nur mit Wattestäbchen.

mm

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